


"Ich bin Häuptling immer-müde", erklärte ich meinem Chef, als ich versuchte, wieder zu arbeiten. Der Versuch ging nach 10 Wochen daneben...
Tumorbedingte Fatigue ist das "Kleingedruckte" bei Krebserkrankungen, wovon man erstmal nix mitbekommt, keiner so richtig die Ursache kennt, aber der Hausarzt einem dann anschaut, als wäre man der letzte Simulant und die Krankenkasse erwartet, das man für etwas eine Lösung findet, woran selbst hochbezahlte Forscher momentan noch rätseln.
Na, herzlichen Dank auch...
Irgendwann war ich dann so sauer, das ich diesen Blog gestartet habe - einmal als Frustmüllkippe und auch, um Leute zu finden, denen es genauso geht.
Wie sagte der Butler in "Dinner for one"?
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Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Heizmann-Methode
Rezepttest - ich bin dann mal schlank
Die Stunde der Wahrheit kommt ja meistens auf dem Teller - als erstes Rezept stand eine Bohnensuppe auf meinem Programm.
Erste Erkenntnis: wir brauchen noch einen Suppentopf, der herzallerliebste Schatz hatte unseren schon mit (s)einer äußerst spannenden Suppe belegt.
Erster Akt: Paprika kleinschnippeln und damit den armen Sherlock um den Schlaf bringen (er liebt Paprikakerne). Anbraten, auch ok.
Dann fand ich´s bißchen abenteuerlich, die Paprikastücke sollten nämlich schon gewürzt werden - obwohl später noch Brühe und Feta dazukommen, was ja beides auch Salz hat. So mutig bin ich dann nicht, bei mir wird am Schluß abgeschmeckt.
Nächstes Mysterium war das Fleisch, angegeben war "Tatar", sowas gibt´s bei mir ja gar nicht - wenn ich Rinderfilet möchte, hat das bitteschön angebraten und in Begleitung von Kräuterbutter auf meinem Teller zu erscheinen - es kleinzuhacken, ist doch ein Sakrileg!
Meine (kostengünstige) Version: Rinderhack. Ist weiß Gott gesund genug...
Das sollte jetzt nach Rezept eine Runde in der Suppe mitschwimmen. Nennt mich Skeptiker, aber wird das dann nicht genau so eine gummiartige, zähe Masse wie gekaufte Bolognesesoße?
Der zu kleine Reservetopf nahm mir die Entscheidung ab, das Hackfleisch wurde gebraten, so, wie es sich gehört.
Trotz oder wegen der Abänderungen war das Endergebnis äußerst lecker und glücklichmachend - besonderes Qualitätsmerkmal: ich hatte keinerlei Bedürfnis, Schmand oder Sahne reinzuklecksen, es schmeckte auch ohne richtig gut.
Heute Abend ist schon die nächste Änderung geplant: da ein Schnitzel ohne Panade leider nur halb so gut schmeckt, und Schnitzelfleisch hier genauso viel kostet wie Lende, muß ich zu meinem tiefsten Bedauern jetzt auf eine Schweinelende ausweichen - gesund leben kann wirklich nett sein...
Spottdrossel 03.02.2012, 19.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

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