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"Ich bin Häuptling immer-müde", erklärte ich meinem Chef, als ich versuchte, wieder zu arbeiten. Der Versuch ging nach 10 Wochen daneben...

Inzwischen entpuppten sich die "Nebenwirkungen, kann man nix machen" als Nebennierenschwäche (was die Ärzte nicht glauben wollen), die von der Fachärztin bestätigte Hausstaubmilbenallergie ist eine Histaminintoleranz, und mal sehen, was noch so an Überraschungen kommt.

Geduld ist gefragt, Zeitmanagement und eine Idee, wie sich auf ehrliche Art und Weise bei 20 % Leistung Geld verdienen läßt.


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11.8.2011-13:57

Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Untersuchungen

Erstmal Entwarnung

So, nachdem ich über die Feiertage vorsichtshalber gar nicht nachgefragt hatte, kam heute die Rückmeldung zur letzten Kontrolluntersuchung: es bessert sich was. Gaaaaaaanz langsam. Sehr langsam. Laut Plan zu langsam.
Ist mir aber erstmal wurscht, der Mensch ist schließlich nicht genormt.
Wir haben jetzt also auf der "Haben"-Seite, daß das Medikament wirkt - wenn auch im Beamtenmodus. Auf "Soll" steht diese komische Trisomie8, von der ich immer noch nicht so genau weiß, was die eigentlich macht (hat keine Einladung, glaube ich), und die zu langsame Besserung - gibt zweimal Risikofaktor für die Statistik.
Statistiken sind aber relativ dehnbar.
Wir haben uns jetzt darauf geeinigt, daß eine Knochenmarkstransplantation momentan nicht zu meinen bevorzugten Freizeitaktivitäten gehört, und was die Risikofaktoren angeht, haben wir ja die Kontrolluntersuchungen enger gesetzt als vorgeschrieben. Vielleicht zeigt sich im März auch im Knochenmark eine Besserung.
Ich hab dem guten Onkel Doktor aber mitgeteilt, daß ich nur komme, wenn er diesmal gleich die guten Nadeln nimmt...

Spottdrossel 23.01.2012, 17.03 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL

Doppelt hält besser

Jetzt hatte ich einen wunderbaren Arztmarathon. Gestern in Gießen regulärer TÜV, wobei dann durch irgendeinen mir unbekannten Beschluß auch Ultraschall auf der Liste stand und wir eineinhalb Stunden vergessen wurden, bis ich zu der netten Oberschwester der Hämatologie zurückpilgerte und die Ultraschalldamen zur Fahndung ausrufen ließ.
Wie sich herausstellte, ist meine Milz noch brav da, wo sie hingehört, dafür sabotierte der Oberarzt später meine gute Laune, weil das unerfreuliche Thema Knochenmarktransplantation wieder erwähnt wurde.
Seit 2 Wochen fühlte ich mich eigentlich dezent besser (sagen wir mal, statt AAA Minibatterien sind wir jetzt auf Walkman-Niveau), jetzt kann ich nur noch hoffen, daß das durch irgendwelche Verbesserung im "Kleingedruckten" meines Innenlebens kommt, die entsprechenden Ergebnisse sind erst kurz vor Weihnachten da, es bleibt also spannend.
Als wäre das nicht schon nervig genug, war heute die sensationelle Untersuchung fürs Rentenamt. Vorab nervte mich schon ihr Fragebogen mit so gesundheitsrelevanten Fragen wie "Familienstand", "vorher schonmal verheiratet?" und "Beruf/Tätigkeit des Ehepartners". Echt sinnvoll.
Naja, in irgendeinem tollen Richtliniendingsbums im Internet -aha, da haben wir´s- hatte ich dann bezüglich der Untersuchung gelesen "ein Routineprogramm ist abzulehnen".
Kaum war ich da, stürzten sich die netten Damen gleich auf mein Blut. Zur Verteidigung meiner armen Venen wies ich darauf hin, daß ich Blutwerte vom Vortag dabei hätte.
Nee, dürfen sie nicht.
Weil eine Uniklinik ja soviel Interesse daran hat, Blutwerte zu fälschen...
Nachdem wir uns dann einig geworden waren, wo und wie ich gepiekt werden möchte, ging es nach kurzer Wartezeit zum Lungenfunktionstest.
Das wurde mir jetzt ernsthaft zu blöd (wurde schließlich schon alles getestet als ich wegen dem Husten, der durch die Leukämie kam, bei diesem Pneumologen war) und ich fragte, was jetzt bitte die Lunge mit falsch parkenden Blutkörperchen zu tun hätte?
"Das machen wir immer so für ein Gutachten."
Definieren Sie "Routineprogramm"...
Dann noch EKG und Belastungs-EKG, der anscheinend seniorengerecht eingestellt war: obwohl ich anläßlich des Fragebogens eine ausgesprochen unerfreuliche Begegnung mit meiner Waage hatte (und schon ernsthaft überlegte, mich in "Mastgans" umzubenennen) brachte mich das Ding nicht allzu sehr aus der Puste. Allerdings sind 6 Minuten ja auch eigentlich keine Belastung, würde ich mal sagen.
Danach die spannende Begegnung mit dem Onkel Doktor.
Und was macht der?
Ultraschall.
Meine Milz kriegt langsam Verfolgungswahn.
Und das Gespräch war... neutral, würde ich mal sagen. Ich kann jetzt nicht sagen, das ich den Kameraden spontan in mein Herz geschlossen hätte, dafür war er einfach zu nichtssagend im wörtlichen Sinn, aber ich hatte auch nicht das Gefühl, er würde irgendwie gegen mich arbeiten wollen. Wobei es für das eigene seelische Wohlbefinden auch nicht besonders toll ist, wenn man dann quasi im Gesamtpaket zur Kenntnis nehmen muß, was jetzt alles nicht mehr geht.
Mein armes Unwohlbefinden wurde dann per "knusprige Ente mit Thai-Curry" wieder mit Glückshormonen versorgt - scheiß auf die Mastgans.
(OK, ein Positives noch zu seinen Gunsten: ich hatte schon die übliche Schnell-und-einfach-Diagnose a la "das kommt vom Übergewicht" befürchtet - als einzige Reaktion kam "Sie sind ja auch groß", und die 5 Kilo, die mich wirklich stören, habe ich als das deklariert, was sie auch sind: Ergebnis vom Frustfraß, als ich nach dem letzten Arbeitsversuch wochenlang auf Sparflamme lief)

Spottdrossel 07.12.2011, 16.30 | (5/1) Kommentare (RSS) | PL