

"Ich bin Häuptling immer-müde", erklärte ich meinem Chef, als ich versuchte, wieder zu arbeiten. Der Versuch ging nach 10 Wochen daneben...
Tumorbedingte Fatigue ist das "Kleingedruckte" bei Krebserkrankungen, wovon man erstmal nix mitbekommt, keiner so richtig die Ursache kennt, aber der Hausarzt einem dann anschaut, als wäre man der letzte Simulant und die Krankenkasse erwartet, das man für etwas eine Lösung findet, woran selbst hochbezahlte Forscher momentan noch rätseln.
Na, herzlichen Dank auch...
Irgendwann war ich dann so sauer, das ich diesen Blog gestartet habe - einmal als Frustmüllkippe und auch, um Leute zu finden, denen es genauso geht.
Wie sagte der Butler in "Dinner for one"?
"I´ll do my very best."
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Hupfdohle
Die Belastung war so, daß einem zwar warm wurde, man aber nicht mit hochrotem Kopf durch die Gegend hechelte. Außerdem habe ich ein paar Muskeln entdeckt, von denen ich bisher noch nichts wußte.
Heute war ich dann aber doch ausreichend platt, so daß erstmal Couch & Roman auf der Tagesordnung standen.
Spottdrossel 15.05.2012, 21.03 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Bewegung! | Tags: Fitness, tri-dent,
Doch kein Drossel-Shake
Beim PowerPlate müssen Drosseln leider draußen bleiben: bei Krebserkrankungen wird abgeraten, weil das Vibrationstraining den Stoffwechsel anregt und ja niemand steuern kann, welche Zellen jetzt motiviert werden. Eine Dame mit Leukämie macht es auf eigene Verantwortung, aber die ist im Kampf mit einer akuten Leukämie und da ist´s ihr wohl wurscht. Außerdem wird sie in sehr kurzen Abständen medizinisch überwacht.
Ich werde mich dann mal brav an die Empfehlung halten, wäre doof, wenn die Sache zur unpassensten Zeit in Richtung akut umschwenkt und man sich dann fragt, lag´s jetzt daran oder nicht.
Stattdessen werde ich nächste Woche beim tri-dent den Altersdurchschnitt senken. Früher habe ich am liebsten im miha-Zirkel Kraftausdauer gemacht, voll Power mit roter Birne und Spaß dabei, das kann ich jetzt natürlich komplett vergessen - also gebe ich mal der gemütlicheren Variante eine Chance. 2 Probestunden sind frei, wenn es für mich "bekömmlich" ist, hat der Trainer vorgeschlagen, einen Test zu machen, wie mein "biologisches Alter" im Moment ist. Nach diesem Wert wird dann die Trainingsbelastung eingetaktet (für meinen Ansatz "ohne Muskelkater machts keinen Spaß" bekam ich geschimpft, weil das ein Zeichen von Überlastung ist) und daran kann ich später meine Fortschritte messen.
Ich bin gespannt.
Zumindest der erste Eindruck war positiv, es wurde ein Getränk angeboten, der Trainer machte sich Gedanken statt Abfertigung nach "Schema F" (und bitte möglichst schnell einen Vertragsabschluß erreichen...), das Studio wirkte nicht überkandidelt, aber der "Fuhrpark" sah hochwertig aus.
Spottdrossel 11.05.2012, 18.09 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Bewegung! | Tags: Fitness
Einen Versuch ist´s wert...
Ach ja, das "Bindeglied" zwischen diesen beiden wenig artverwandten Begriffen ist mein hochgeheiligter MultiMaster (für die nicht-Altbau-Besitzer: ein Werkzeug, was schleift und sonst noch so einige Sachen kann).
Versuchsanordnung: mein selbstgemaltes Eierverkaufsschild braucht dank dem Denkfehler mit dem Lack einen Wetterschutz. Dafür wollte ich ein altes Fenster nehmen, was nach 20 Jahren draußen Rumstehen ausgesprochen kläglich aussah. Die Shabby-chic-Fetischisten wären begeistert gewesen, ich dagegen habe beschlossen, wenn am Haus schon genug Bereiche unfreiwillig "shabby" sind, wird der Charme eines angegammelten Fensterrahmens kaum zur Geltung kommen.
Also Heißluftgebläse her und runter mit der Farbe.
Alles ging nicht ab, deshalb nächste Runde mit dem MultiMaster, 2 Schleifdurchgänge, abwechselnd mit rechtem und linken Arm, bald war die Farbe unten und ich habe noch eine Viertelstunde "nachvibriert".
Abends waren wir noch beim Stall, für 1.Mai-Feuer ohne Feuer, weil es hier saumäßig windig war. Trotz erheblichem Gequassel fühlte ich mich einigermaßen fit, die Probleme vor ein paar Wochen waren vielleicht nur die Tablettenumstellung.
Heute Vormittag wollte ich noch reiten, wobei ich mich morgens schon fragte, ob das eine gute Idee ist oder ich mal wieder zuviel angezettelt habe.
Und jetzt kommt der Trick: meine "zarten Flügelchen" fühlten sich heute morgen richtig gut an. Sonst habe ich immer das Problem, daß mir nach dem Sport dieses "tot, aber glücklich"-Gefühl fehlt, und am nächsten Tag das "ich hab was gemacht"-Gefühl. Ich fühle mich nur wie eine bleierne Ente, bevor ich auch nur anfange zu schwitzen, ist die Batterie leer, Spaßfaktor: null. Erfolgsgefühl: nicht nur null, sondern eher im Minusbereich.
So "beflügelt" klappte es heute auch beim Reiten richtig gut und ich will die Sache weiter ausbauen.
Der MultiMaster würde dabei schnell an seine Grenzen stoßen, auch, weil wir überwiegend Kunststofffenster haben - so bin ich auf das PowerPlate gekommen. Erfreulicherweise gibt es tatsächlich ein Fitnessstudio in Reichweite, was das Teil im Programm hat, außerdem scheinen die eher gesundheitsorientiert zu sein (der Vorteil der ländlichen Region mit hoher Seniorendichte), ihr omitaugliches Herz-Kreislauftraining werde ich mir auf jeden Fall auch mal zeigen lassen.
Morgen werden die Knilche angerufen, um einen Termin zu vereinbaren - ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen.
Spottdrossel 01.05.2012, 16.11 | (7/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Alltag | Tags: Problemchen, Statusbericht, Akku laden,
Ein Übeltäter identifiziert
Das heißt, das Konto schon, nur wir sind nicht im "Plan-Soll".
Und wo ist das schöne Geld hin?
Gefressen haben wir es nicht, verzockt auch nicht, des Rätsels Lösung: der Baumarkt war´s.
Und - Gottseidank- war es kein Pflanzenkaufrausch meinerseits, sondern eigentlich "vernünftige" Sachen - so ein Kärcherkehrschiebedingsbums im Sonderangebot, was auch Sinn macht, weil die Grundstücksfront lang ist und die Motivation zum Kehren dementsprechend gering.
Dann noch hier ein paar Latten, dort eine Rolle Draht, eine neue Schaufel für den herzallerliebsten Schatz, weil ihm die Spaten zu kurz sind,und selbst Hochbeete in billigst-Bauweise summieren sich - von rostfreien Schrauben gar nicht zu reden, die Dinger halte ich jetzt eisern unter Verschluß, damit sie nur am Hühnerstall verbaut werden.
Also lernen wir daraus: Baumarkt-Budget einplanen, Kleinvieh macht auch Mist - und meistens ganz schnell dreistelligen.
Spottdrossel 28.04.2012, 11.41 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Alltag | Tags: Ordnung ist das halbe Leben; Finanzen
Bremsklotz
Das Uhrzeitenritual ist nicht das Problem, dafür gibt´s schließlich Wecker, aber mit dem Zeug scheinen meine Knie noch wackeliger zu sein als mit den letzten Chemikalien.

Spottdrossel 19.04.2012, 17.02 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Medizinisches | Tags: Problemchen, Statusbericht,
Garten geschafft-Liste
- Himbeerbändigungsanlage Version 2.0 fast fertig
- Kartonsammelsurium vor der Terrasse entsorgt (im Gegensatz zur Nachbarschaft machen wir kein Müllfeuer, sondern warten brav, bis die Tonne wieder geleert ist)
- 2 gefundene Johannisbeeren umgesetzt, 1 zwischengelagert
- am kleinen Hühnerauslauf Brennesseln gestutzt
- Megapiekskletterrose aus ihrem Jutesack befreit (tolle Geduldsprobe!)
Spottdrossel 19.04.2012, 12.01 | (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Das Schildkröten-Prinzip | Tags: to do Liste, ausgebremst, geschafft-Liste,
Geldmanagement
Vom Thema "reich werden" und "Geldanlage" sind wir noch himmelweit entfernt (abgesehen davon sind die Raten fürs Haus die nützlichste Geldanlage), deshalb wählte ich als schlaues Buch zum Thema "Die Kunst, mit meinem Geld auszukommen" - mal abgesehen davon, das es wirklich eine Kunst ist, wurde das Buch nicht von einem jungen, dynamischen Schlipsträger geschrieben, sondern die Autorin könnte meine Mutter sein. Ich hoffte, dieser Faktor würde dem Buch die nötige Autorität verleihen...
Es waren gut angelegte 8 €. Statt den ewigen "Weisheiten" wie "Stromanbieter vergleichen" und "unterstes Regal im Supermarkt beachten" geht es hier eher um das "wie halte ich durch" und "wie fange ich an". Nicht zu Unrecht wird in dem Buch öfters die Disziplin in Sachen Geld mit einer Diät verglichen - und wie bei einer Diät werden Belohnungen und Erfolgskontrollen empfohlen. Und für Damen, die gerne shoppen gehen, die Frage "machen Sie sich mal Gedanken, warum die Geschäfte heutzutage ein Einkaufserlebnis bieten wollen?" Dagegen bin ich restlos immun, aber ich wurde auch erwischt: sympathischerweise war die Autorin auch ein Bücherjunkie (aber ich bin moralischer Sieger: meine Beute wird auch gelesen, nicht nur gestapelt). Voller Tatendrang und passend zum Monatsanfang wurde dann fleißig gerechnet, Budgets festgelegt und den häufig empfohlenen Trick mit "Bargeld statt EC" wollte ich auch mal testen.
Dank dem Chaotenbuch wußte ich ja jetzt, warum ich mich bisher mit Haushaltsbüchern nicht anfreunden konnte - sie waren schlicht zu langweilig. Also war hier Bastelstunde angesagt: aus einer Pappschachtel wurde eine rasante Haushaltskasse, die die Kuverts mit dem zugeteilten Geld beherbergt. Auf dem Deckel ist als "ist"-Zustand ein ratloser Donald bei der Steuererklärung, auf dem Notitzbuch für die Abrechnungen fordert Onkel Dagobert mit grimmigem Blick die nötige Disziplin.
Mal sehen, wann wir soweit sind, daß wir a la Dagobert Talertürmchen bauen können...
Spottdrossel 08.04.2012, 10.56 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Alltag | Tags: Ordnung ist das halbe Leben
Hoffentlich geldbringendes (Kunst)Werk
Der erste Punkt auf meiner Huhn-und-Ei-geschafft-Liste.
Ich habe kräftig geflucht mit der Kombination Holz/ Acryllack/ Flachpinsel, da machte irgendwie jeder, was er wollte, und niemand, was er sollte. Von einem chemischen Denkfehler mal ganz abgesehen - um das Brett witterungsbeständig zu bekommen, hatte mir der nette junge Mann im Baumarkt Bootslack empfohlen. In meiner unendlichen Weisheit dachte ich, der Bootslack ist auf Kunstharzbasis, hat folglich Lösungsmittel und wird vermutlich das Acryl anlösen.
Also erst Huhn vorgezeichnet, Platte zweimal lackiert, dann voller Tatendrang das Huhn malen wollen - und festgestellt: wenn Wasser von dem Lack abperlt, gilt das auch für Acryl auf Wasserbasis... Gut, daß die Platte 2 Seiten hat, und wieder was dazugelernt.
Streng nach Lehrbuch habe ich auch den Überperfektionismus über Bord geworfen und mich damit abgefunden, daß das Machwerk ja kein Paßbild von New Jersey werden muß - Hauptsache, das Huhn sieht angemessen kompetent aus.
Spottdrossel 07.04.2012, 10.52 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Alltag | Tags: geschafft-Liste
Zeitmanagement
Und jetzt die Gegenfrage: wer hatte schonmal vor einem längeren Urlaub/ Ferien o.ä. die allerbesten Vorsätze, was alles gemacht werden soll, und "plötzlich" war es der letzte Mittwoch vor Urlaubsende - und nix war erledigt?
Ist gar nicht so einfach, wenn kein Chef im Hintergrund lauert...
Im Internet bin ich vor einiger Zeit über ein ganz tolles Zeitmanagementprogramm gestolpert, klang alles ganz spannend und wunderprächtig... Gottseidank habe ich erstmal die kostenlose Testversion genutzt, um festzustellen: ich nutze es nicht. Ich benutze meinen Uli-Stein-Wochenkalender, bei dem ich regelmäßig was zu Lachen habe, aber to-do-Listen am PC verlocken mich irgendwie überhaupt nicht, selbst wenn man da erledigte Aufgaben per kleiner, gelber Planierraupe aus der Liste schubsen kann (eine Funktion, die mich zuerst äußerst faszinierte!)
Und dann - mein Abo bei Audible sei Dank - "mußte" ich letzten Monat noch irgendwas herunterladen, und dabei stolperte ich über "Zeitmanagement für kreative Chaoten". "Kreative" Leute waren für mich immer seltsam gewandete Gestalten, die in Werbeagenturen arbeiten und eßgestört sind, und chaotisch ist vielleicht ab und zu meine Wohnung, aber ich hab doch meine Arbeit selbst dann noch hinbekommen, wenn alle gleichzeitig "hier zuerst" brüllten und mal wieder nichts nach Plan lief - oder vielleicht genau deswegen?
Die Beschreibung des Hörbuchs war ziemlich nichtssagend, also Gegenkontrolle per Amazon-Bewertungen - jeden Tag irgendeine neue, blöde Idee, und am liebsten will man alles gleichzeitig machen? Ähem, ja, das könnte passen...
Was soll´s, mit dem Mini-Abo wird der MP3-Player finanziert, was hat man schon zu verlieren, das Ding wurde runtergeladen.
Und weil man in einem Hörbuch schlecht hin- und herblättern kann, um was zu suchen, zwei Tage später gleich noch das Buch bestellt. Es paßt nämlich wie die Faust auf´s Auge. Und, wie ich jetzt weiß, habe ich meine Arbeit genau deswegen immer irgendwie hinbekommen, weil mir keiner dazwischenquatschte.
Jetzt, wo keiner mehr "ich zuerst!" brüllt, werden hier ganz brav Prioritäten verteilt - und siehe da, es ist auch schon was fertig.
Wird hier aber erst morgen vorgestellt, ich hatte ein Gefecht mit einem verschwundenen Bilderordner und im Moment meldet mein Magen "ich zuerst!" - sowas sollte man ernst nehmen...
Spottdrossel 06.04.2012, 20.01 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Alltag | Tags: Zeitplanung
Beim Herrn Professor
Irgendwie war heute das komplette Gegenteil von dem nerviegen Trip nach Gießen letztens; Anfahrt gemütlich über die Käffer, schleichender Traktor nur am Schluß, Klinik perfekt ausgeschildert und statt Parkhaus ein großer, unterteilter Parkplatz, und jeder Abschnitt mit "Füllstandsanzeige", "0", "1" oder "3" standen zur Auswahl. Ich wähle "3" und bis ich an der Schranke stehe, verwandelt sie sich in eine gehässige Null.
Macht aber nix, dort geht es zu wie im Taubenschlag, man bleibt einfach an der Schranke stehen, bis jemand rausfährt.
Das Klinikgelände selbst: Holla, die Waldfee... wesentlich angenehmer als der Legebatterie-ähnliche Neubau in Gießen, die hämatologische Ambulanz war richtig kuschelig.
Nach -im wahrsten Sinne des Wortes- professioneller Einschätzung war ich gegen das allererste (veraltete) Medikament resistent geworden, was das Risiko erhöht, daß sich auch gegen die beiden neueren Versionen eine Resistenz entwickeln könnte.
Könnte - Glaskugel hat keiner. Kann sein, ich lebe jahrelang mit meinen leicht erhöhten Werten vor mich hin, kann aber auch sein, die Sache wird plötzlich munter, und dann habe ich richtig ins Klo gegriffen.
Mal abgesehen davon, das mein Schildkrötendasein ja mit der Zeit auch nur noch bedingt lustig ist...
Wenigstens gelte ich nach Transplantationsgesichtspunkten als munterer, junger Hüpfer, je älter man ist, umso eher kann es Probleme geben. Der ganze Event dauert im Idealfall 4 Wochen, das hatte ich mir irgendwie länger vorgestellt.
Jetzt warten wir erstmal ab, wie sich die Sache mit den zwischendurch-Nasch-feindlichen Tabletten entwickelt. Nur wenn die Werte schlechter werden, kommen die schweren Geschütze zum Einsatz.
Oder wenn ich die Schnauze voll habe vom Rumschleichen und Pausen machen.
Spottdrossel 28.03.2012, 17.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Medizinisches | Tags: KMT
Garten geschafft-Liste
- Ein Beet erfolgreich verfrühlingt, Blümchen rein, Unkraut raus (hoffe ich)
- 3 m Immergrün einen ordentlichen Haarschnitt verpaßt
- Unmengen hohes Gras vom letzten Jahr per Hand abgesäbelt
- Getrocknete Schafgarben zwischen den Himbeeren herausgefischt
- Ein Drahtgeflecht, was die Himbeerwurzeln vor Hühnerattentaten schützen sollte, wieder aus dem Bewuchs herausoperiert, dabei eine Johannisbeere gefunden, von der ich keine Ahnung hatte
- abgestorbene Äste aus dem Josta herausgeschnitten
- nette Zwangspause, weil ein Schmetterling vor meinem Fuß an einem Veilchen auftankte

Spottdrossel 24.03.2012, 18.34 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Das Schildkröten-Prinzip | Tags: geschafft-Liste
Das Schildkröten-Prinzip
Zwar will ich keine Zelte plattbügeln (wobei, da gab es mal einen netten Event mit einem -danach nicht mehr nervenden- Nachbarsgör...), aber diese Schildkröte habe ich zu meinem vorläufigen Wappentier ernannt: sie ist zwar nicht sehr zügig unterwegs, kommt aber trotzdem ans Ziel.
Deshalb wird hier auch - als Anti-Frust-Programm- eine "geschafft-Liste" eingeführt. To-do-Listen haben die unangenehme Angewohnheit, immer weiter zu wachsen, und während man noch besorgt auf die immer mehr werdenden Einträge schielt, vergißt man alles lobenswerte, was schon erledigt worden ist.
(Grade erkenne ich ein Muster: so lange man von seiner to-do-Liste durch die Gegend gehetzt wird, hat man auch immer Bedarf an Zeitmanagementschulungen, die dann wieder eine to-do-Liste empfehlen...)
Spottdrossel 24.03.2012, 17.33 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Das Schildkröten-Prinzip | Tags: to do Liste, ausgebremst, geschafft-Liste,
Ich und mein Ticktackding
Folglich kehrt hier grade eine ungeahnte Disziplin ein - und ich habe eine plötzliche Zuneigung zu unserem Küchentimer entwickelt.
Weil die Dinger kaum zu meinem Arbeitsalltag gepaßt hätten, hatten wir zuerst das "praktischere" Medikament genommen. Jetzt ist´s wurscht, und sooo schlecht ist es ja nicht, wenn abendliche Knabbereien hochoffiziell verboten sind.
(Es wird noch nicht mal im Beipackzettel erwähnt, WAS denn dann passiert, aber die menschliche Phantasie sorgt ja dann für die allerbesten Abschreckungen - vielleicht bekommt man einen grünen Pelz und ein zusätzliches Auge?)
Spottdrossel 24.03.2012, 10.15 | (5/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Alltag | Tags: Zeitplanung
Erkenntnis
Ich fange an, mich für den Geschirrspüler zu interessieren...
Spottdrossel 21.03.2012, 14.07 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Alltag | Tags: aufwärts
Wie passend...
Spottdrossel 21.03.2012, 11.57 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: EU-Rente | Tags: hihihi
Wünsch Dir was
Klar, hat ja auch jeder Paßbilder daheim auf Halde liegen.
Bevor es hier Paßbilder gibt, muß ich erst zur Gefiederpflege, dann paar Tage meine käsebleiche Nase in die Sonne halten und dann auch noch Lust dazu haben, mich mit so einem Mist wie Fotografenbesuch zu beschäftigen.
Davon, daß ich momentan weder Geld noch Nerv für Gefiederpflege habe, mal ganz abgesehen. (das ist ein bißchen seltsam bei mir: für Amazon, Tiramisu und Hühnerfutter ist immer Geld da. Für Gefiederpflege nie.)
Und obwohl ich für Personalausweis und Führerschein sowieso Fotos brauche, möchte ich bitte selbst entscheiden, wann ich das mache - im Moment also aus Prinzip nicht.
Könnte ja jeder kommen.
Seltsamerweise wird die Karte mit dem Foto zwar Mißbrauchssicher, ich habe aber immer noch keine Übersicht darüber, was die Weißkittel über diese Karte eigentlich abrechnen.
Komisch, daß daran nie was geändert wird, während jeder Handwerker einen Zettel unterschreiben lassen muß...
Spottdrossel 21.03.2012, 09.01 | (3/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Krankenkasse | Tags: nix gibt´s!
Die Omis machen mich fertig...
Von der Marschgeschwindigkeit her hatte ich fast alle abgehängt (bis auf den Kerl, der einen Hund als Hilfsmotor dabeihatte), die Strafe kam dann am nächsten Tag: 8 km sind anscheinend keine gute Idee, den Rest der Woche mußte ich im Schneckenmodus verbringen, um am Sonntag beim Pferd wieder fit zu sein.
War ich trotzdem nicht, war eher Quälerei, zumindest weiß ich, daß ich schon besser war (das edle Reittier wußte es auch, war aber so höflich, nix zu sagen).
Also muß wieder umgeplant werden, Omiwanderungen nur noch, wenn ich sonst grad nix besseres zu tun habe, und Reiten will ich mal im 14-Tages-Takt probieren, ob das besser klappt - da Kondition aufbauen momentan sowieso hoffnungslos ist, wird die Pause dazwischen auch nicht schaden. Den Lehrgang über 3 Tage habe ich in einem Anfall von Realismus auch gestrichen. So kann ich aber wenigstens ein paar gute Taten in Haus und Garten vollbringen, in letzter Zeit war da schwerpunktmäßig Hängematte angesagt (obwohl, Unkraut gezupft habe ich schon ganz ordentlich - wenn es wirklich Unkraut war...).
Einen Fortschritt kann ich zumindest verbuchen: die üblen Kopfschmerzen bei gackerndem Geflügel oder quasselnden Omis sind jetzt weg.
Wenigstens etwas.
Und abends in den Nachrichten besichtige ich amüsiert, wie sich die hippe Stadtbevölkerung bei Sonnenschein in den Cafes drängelt, während ich jederzeit mit meinem Lattenkaffee rausmarschieren und die Hummel beobachten kann (das ist quasi der Siebeneinhalbtonner unter den Hummeln). Irgendwann hatten sie im HR-Fernsehen mal 2 Gasthäuser ausgewählt, eins in Frankfurt, eins irgendwo an der Werra, und den Gästen die Speisekarte des jeweils anderen Lokals gezeigt. Einer der Zonenrandgebietler an der Werra meinte beim Anblick der Frankfurter Preise: "da frage ich mich, wer hier der Coolere ist?!"
Daran denken wir immer in solchen Himmel- und Hummelmomenten.
Spottdrossel 20.03.2012, 15.01 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Alltag | Tags: ausgebremst
Aua, mein A...h
Der Spaß ging schon gut los, vor dem alten Klinikparkhaus war mit reichlich Flatterband dekoriert, und die Ampel in der Einfahrt war ausnahmsweise nichtssagend.
Vielleicht ist das neue Parkhaus schon fertig?
Wir rollen vor zum Wachmännchen und der teilt kurz und knapp mit, das neue Parkhaus ist voll, das alte jetzt für Mitarbeiter und wir sollen sehen, wie wir klarkommen.
Vor allem aber: verschwinden.
Blutdruck: steigend.
Wir kreisen durch die Straßen, die Sache ähnelt der Flugbahn eines Kolibris.
Ich kann auch nicht gleich am Klinikgelände bleiben, weil ich dann ja nicht weiß, wo der herzallerliebste Schatz mit dem Auto versteckt ist.
Ich altes Fossil habe selbstverständlich kein Handy dabei, um ihn danach einfach anzufunken - wie soll man als blöder Dorfbewohner auch auf die Idee kommen, daß man für so eine simple Sache, wie ein Auto abzustellen, ein Handy braucht?
Volle Parkplätze, Anwohnerparkplätze, Mitarbeiterparkplätze, freie Lücken sind immer Einfahrten.
Blutdruck: SEHR weit oben, die halbe Stunde Zeitpuffer bis zum Termin: schwindend.
So ganz nebenbei muß ich ja auch die Klinik wiederfinden, und zumindest meiner bescheidenen Meinung nach ist das Klinikgelände von einem Kaninchen geplant worden.
Wir finden irgendwo einen Parkplatz, mit Parkscheibe auf 1 Stunde begrenzt, der herzallerliebste Schatz verspricht, sich nicht vertreiben zu lassen und ich starte, mit Zettel und Stift bewaffnet, die Aktion "wo bin ich und wo will ich hin?"
In solchen Fällen soll ja die Kirche ganz hilfreich sein - weil ich vom Gefühl her nicht vom Berg runter muß, nehme ich einen Fußweg zum nächsten (häßlich modernen) Kirchturm und zickzacke mich von da aus wild notierend zum Klinikneubau vor.
Zu meiner allergrößten Verblüffung habe ich anscheinend noch nicht mal einen Umweg gemacht.
3 Minuten vor dem Blutabnahmetermin stehe ich grade mal an der ersten Anmeldung, zeige meine Überweisung, wandere weiter zur Anmeldung der hämatologischen Ambulanz und Schwester Doris stellt fest, daß mir Papierkram fehlt.
Die Mädels an der ersten Anmeldung führten wohl seit Tagen einen Krieg gegen ihren Drucker, und gleichzeitig mit mir traf da der Mechaniker ein, der das Biest wieder in seine Schranken verweisen sollte.
Folglich war ICH in dem Moment nicht grade der Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit...
Das Problem wurde gelöst, im Wartezimmer lobten wir kollektiv die planerische Meisterleistung, daß jetzt mit 2 Parkhäusern irgendwie der Platz nicht reicht, während man vorher mit einem Parkhaus immer einen Platz bekam, wenn auch manchmal erst nach eifrigem Umkreisen... eine nette Schwester sammelt mich ein zum Blutabnehmen und kommt mit meinem Leitungssystem irgendwie gar nicht klar.
Unter vielen Entschuldigungen wird sie weder am Arm noch an der Hand fündig, ich bin noch wackelig von der Rennerei vorher und denke, daß kann ja nur gut werden heute...
Schwester Doris, die nichtsahnend mit ein paar Papieren vorbeiläuft, wird eingefangen und zwangsverpflichtet.
Mit der Nadel ist Schwester Doris genauso kompetent wie mit dem Papierkram, mit einigen Tricks bin ich mein Blut los und will endlich mein ärztlich angeordnetes Frühstück machen, damit ich nachher nicht wieder aus den Latschen kippe.
Denkste.
Irgendwie waren die heute auf der Überholspur, statt der üblichen Stunde Wartezeit mußte ich sogar den letzten Rest Brötchen im Eiltempo runterwürgen, weil schon die Geier um mich kreisten.
Entgegen aller Schwarzseherei wurde die Sache dann - im Rahmen der Möglichkeiten - ganz nett, dank dem Drama beim letzten Mal bekam ich ein Zimmerchen mit Fenster (jawollja!!!), eine höchst kompetente Schwester zur moralischen Unterstützung und ich wurde auch nicht mehr mißhandelt, als unbedingt nötig.
Mir ging es so gut, daß ich sogar noch was zum Lästern fand.
Nach vollbrachter Tat muß ich ja noch einen Moment dumm rumliegen, und da kam eine junge Ärztin reingeschneit, die den Oberarzt was fragte.
Und das Mädel war ja sooooo kompetent, ich hätte mich schon bei ihrer Ausdrucksweise kringeln können.
Ein Beispiel ist zum Glück hängen geblieben.
Sie fragte den Doc (in zackig-effizienter Tonlage): "Sie haben meine Tastatur benutzt dieser Tage?"
Hallo???
Fällt nur mir was auf?
"Dieser Tage" - hat sie den Ausdruck im Archiv gefunden, abgestaubt und wieder in Betrieb genommen? Oder versehentlich einen Duden verschluckt?
Ich meine, ich freue mich auch über gute Formulierungen und wenn in dem verdammten FOCUS noch einmal sowas wie "Münte-Sprech" oder "können Sie Boß?"steht, dann bekommen die Post von mir, aber nachdem ich das gehört habe, vermute ich, daß man bei den geplanten Landarztprojekten auch an das Thema "Sprachunterricht" denken sollte...
Spottdrossel 08.03.2012, 19.28 | (4/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Medizinisches | Tags: Knochenmarkpunktion, Aua!,
Nicht richtig zugehört
In der Idyllefachzeitschrift war ein Artikel über Kalligraphie, ganz nett, für mich aber irgendwie nicht ganz passend. Amazon sei Dank, wurde die Idee weiterentwickelt: deutsche Schreibschrift lernen.
Wenn ich schon kein "ordentliches" Platt schwätzen kann, ist so wenigstens mein Beitrag für Kultur und Vaterland erbracht.
"Aha, Sütterlin!", denken da viele. Knapp daneben, Sütterlin ist der erste Schritt, richtig cool wäre dann später die Kurrent, das ist die Schrift, wo man heutzutage ehrfürchtig vor alten Dokumenten steht. Damit die Kurrent aber richtig gut aussieht, braucht man ein Schreibgerät mit flexibler Feder - wie sich beim Stöbern auf diversen Webseiten herausstellte, gibt es heutzutage aber keine Füller mehr, die sowas können.
Kann doch eigentlich nicht so schwer sein, einen handelsüblichen Füller ab Werk einfach mit einer Feder aus anderem Metall auszurüsten? Wenn der Richtige fragt und sich mit der Sache Geld verdienen läßt, muß da doch was zu machen sein, dachte ich, und als vermutlich wirkungsvollster "Fragensteller" fiel mir Manufactum ein. Wer sonst reaktiviert vom Markt verschwundenes, altes Zeugs, um es zu fürstlichen Preisen an den (gutsituierten) Kunden zu bringen?
Ich schickte den Kameraden von Manufactum also eine Mail, erklärte das Problem und fügte noch einen Link zu einem Forum bei, wo auf mehreren Seiten vergeblich ein "alltagstauglicher" Füller für die Kurrent gesucht wurde.
Das kam als Antwort:
vielen Dank für Ihre E-Mail vom 20.01.2012.
Wir führen einen Gänsekiel in unserem Sortiment, der den historischen Schreibfedern nachempfunden ist und sicher auch für Ihre Zwecke geeignet ist.
Sie finden diesen unter folgendem Link:
Mit freundlichen Grüßen
Jetzt stellt sich mir die Frage, wie man im Hause Manufactum "alltagstauglich" definiert?
Schade - statt mal bißchen mitzudenken - oder liegt´s vielleicht daran, daß dann die Nobelfüller im Sortiment als das enttarnt werden würden, was sie eigentlich sind: auch nicht viel mehr als Kulis, nur mit besserem Image?
Spottdrossel 01.03.2012, 14.30 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Frei-Zeit | Tags: dann halt nicht





