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Beim Essen wird leider auch oft vergessen, da
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Beim Joggen kann man die landschaft auch gar
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Mit der 5-Elemente-Küche hatte ich mich bis j
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Wenn man dann noch bedenkt, dass die DGE (Deu
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:
Hi there might I reference some of the insigh
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"Ich bin Häuptling immer-müde", erklärte ich meinem Chef, als ich versuchte, wieder zu arbeiten. Der Versuch ging nach 10 Wochen daneben...

Inzwischen entpuppten sich die "Nebenwirkungen, kann man nix machen" als Nebennierenschwäche (was die Ärzte nicht glauben wollen), die von der Fachärztin bestätigte Hausstaubmilbenallergie ist eine Histaminintoleranz, und mal sehen, was noch so an Überraschungen kommt.

Geduld ist gefragt, Zeitmanagement und eine Idee, wie sich auf ehrliche Art und Weise bei 20 % Leistung Geld verdienen läßt.


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BLW
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Die BLW´s
11.8.2011-13:57

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: EU-Rente

Sehr geehrter Versicherter

...teilte mir das Rentenamt mit, "Liegen Ihnen aktuelle medizinische Unterlagen vor, die nicht älter als 6 Monate sind?"
Wenn ja, soll man sie beifügen, wenn nein, gab es Formulare mit 1000 Fragen, mit denen man zum Arzt dackeln sollte.
Ich kopierte fleißig und fügte wunschgemäß bei. Und freute mich über die bedienungsfreundliche Abwicklung, mit der endlich mal nicht ein ahnungsloser Hausarzt belästigt wurde.
Tja, denkste.
Nächstes Schreiben: Zu ihrer Angelegenheit ist es erforderlich, 2 ärztliche Befundberichte anzufordern.
Wollen die mich verarschen?
Einen Bericht wollen die von der Klinik (haben sie schon alles in Kopie) und einen von dem armen Hausarzt, der uns verlassene Patienten quasi "geerbt" hat, und wo ich als "Behandlung" angegeben hatte: Überweisung an Klinik, Überweisung wegen Allergietest. Gesehen hat der mich genau einmal.
Und die wunderbaren Zettel sollen "möglichst innerhalb von 5 Tagen" (fettgedruckt) zurückgeschickt werden. Wovon träumen die nachts?
Als ich beim Hausarzt anrief, hatte ich die Frau vom Chef an der Strippe, die mich darüber informierte, daß sich bei ihnen ganze Stapel dieser Dinger türmten und die am Wochenende abgearbeitet werden - Dauer locker 3 bis 4 Wochen.
Als ich über die uneinsichtigen Formularfetischisten zeterte, meinte sie nur mit Grabesstimme "ich verstehe Sie". Wir lästerten erstmal im beiderseitigen Einverständnis.
Ich werde jetzt einen Haufen weiterführender Zettel an die Praxis schicken, und die dürfen das alles durchsehen und für sagenhafte 27 EU Honorar einen Wisch ausfüllen, der ähnlich attraktiv ist wie die Steuererklärung.
An die Klinik soll ich auch einen Fragebogen "übergeben" und nach 5 Tagen "wieder abholen".
Ja nee, is klar.
Mit EU-Rente hat man so viel Geld übrig, daß man mal locker 63 km fährt, um ein Zettelchen abzuliefern, plus Rückfahrt und das Ganze gleich zweimal.
Und selbstverständlich wird der Oberarzt für mich alles stehen und liegenlassen...
Morgen kriegen die von mir erstmal einen höflichen Brief zum Thema "Wunschdenken" und "Realität", unter besoderer Berücksichtigung der Faktoren "Spritkosten", "Leistungen der Deutschen Post" und "Hausärztemangel und ihre Folgen".
Am schwierigsten wird der Punkt "höflich bleiben".

Spottdrossel 17.09.2013, 19.28 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL

Wie passend...

Ich bin grade dabei, bißchen Post abzuheften, dabei waren Originale, die mir die BU-Versicherung zurückgeschickt hat. Der Bearbeiter: ein Herr Specht! Wie passend - demnächst kann ich vielleicht Porto sparen und morsen..?

Spottdrossel 21.03.2012, 11.57 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Allgemeine Briefverwirrung

Wie schön... grade habe ich in selbstverursachter Blödheit einen längeren Text zerschossen - wenn man sonst nix zu tun hat .
Heute kamen hier gleich zwei spannende Briefe an.
Einer war von der Krankenkasse, sinngemäßer Wortlaut: "Haha, ihre Rente wurde rückwirkend zum 01.10. bewilligt, also haben wir zwei Monate lang jeweils 500 EU zuviel gezahlt, die werden wir uns von der Rentenkasse zurückholen. Als Trost überweisen wir 111 EU zuviel gezahlte Sozialabgaben."
Vielen Dank, freut mich...
Noch schöner war das Machwerk vom Arbeitsamt, was die Verständlichkeit und Übersichtlichkeit anging, war es ähnlich selbsterklärend wie ein Brief vom Finanzamt.
"weil wesentliche Änderungen meiner Verhältnisse eingetreten sind" haben sie mir geschrieben, im ersten Moment entdeckte ich nur "Sie bekommen in Kürze 335 EU nachgezahlt."
Ist ja schön, aber warum?
Erst im dritten Anlauf mit eingehendem Textstudium hatte ich die tiefere Bedeutung entschlüsselt: was die "Nachzahlung" nannten, heißt übersetzt, ich bekomme nur für die erste Januarwoche Geld - eben diese 335 EU.
Weil ich ja jetzt Rente bekomme, die -laut Bescheid- erst ab 01.03. gezahlt wird.
Dann stand da noch, gut getarnt unter undurchschaubarem Paragraphenblabla: "Wenn der Beginn der zuerkannten Rente vor dem obigen Aufhebungsdatum liegt, erhalten Sie weitere Nachricht."
Wozu dann der Aufwand? Hätte man nicht erst prüfen können, ob das zutrifft, und dann einen Brief schicken, wo alles drinsteht?
Wäre vermutlich zu einfach.
Ich werde jetzt erstmal Ruhe bewahren und hoffen, daß diese ganzen Pamphlete bedeuten, die Hyänen haben sich mit der Rentenkasse geeinigt und die schicken mir noch einen Brief, daß sie schon früher als März zahlen.
Trotzdem frage ich mich, wie eigentlich schlichtere Gemüter mit diesem Amtskauderwelsch fertigwerden. Und außerdem frage ich mich, was man sich bei dieser lustigen Regelung gedacht hat, bei der die Rente nachträglich das Krankengeld auffressen kann - in allen Infoheftchen hört sich das so an, als hätte man Anspruch auf soundsoviel Wochen Krankengeld und DANACH kommt die EU-Rente. Daß die EU-Rente in den meisten Fällen eher mickrig ist, ist ja bekannt - wer erfindet dann solche Regelungen???
Um der Sache zu entgehen, müßte man wohl auf Risiko pokern und noch eine Weile im Arbeitslosengeld bleiben, bevor man die Rente beantragt. Da ich aber bei meinem Talent bestimmt an einen hochmotivierten Vermittler geraten wäre, der mir einen tollen Minimikroblödheitsjob verschafft hätte, bin ich den Weg gegangen, der die Nerven schont und dafür dem Konto nicht gefällt.
Wobei, beim Minimikroblödheitsjob hätte ich noch weniger bekommen, von daher - scheiß drauf.
Ich muß jetzt erstmal für mein neues Dasein als Rentner üben.
Lektion 1: im Supermarkt mitten im Gang stehenbleiben und palavern...

Spottdrossel 18.01.2012, 20.43 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Nicht zu glauben

Ein großer Briefumschlag vom Rentenamt.
Ich ahne schon übelstes Ungemach, rupfe ihn auf - "Erwerbsunfähigkeitsrente bewilligt" ohne wenn und aber, ohne Diskussionen, man könnte doch für Hungerlohn irgendwo Pförtner spielen...für die nächsten 3 Jahre habe ich erstmal Ruhe und bis dahin möchte ich das Problem sowieso irgendwie gelöst haben.
Letztens stand ich im Supermarkt fasziniert vor einem quitschbunten Stopf-Ei (für die Herren: das steckt man in einen Strumpf, um ihn besser flicken zu können) und überlegte, was die Hühner wohl machen würden, wenn ich ihnen dieses rasante Teil ins Nest lege.
Viel verwirrter als ich mit meinem "alle bösen Vorahnungen lösen sich in Wohlgefallen auf"-Briefumschlage hätten sie vermutlich auch nicht reagiert.

Spottdrossel 12.01.2012, 10.30 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL

Des Rätsels Lösung

Doch, der Kamerad rief tatsächlich vorschriftsmäßig am Mittwoch an - wohlweislich mit ausgeblendeter Telefonnummer.
Warum ich den blöden Antrag stellen muß?
"Sie haben doch angegeben, sie würden sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen..?"
Halt, Stop, sooo war das nicht!
"Ich sagte: ich gehe arbeiten, WENN ES WIEDER GEHT. Und dann AN MEINER ALTEN ARBEITSSTELLE."
Ist ja nicht so, daß der freundliche Rübezahl in der zuständigen Zweigstelle das wortwörtlich so aufgeschrieben hätte...
Wir einigten uns drauf, daß ich die Kopien vom Rentenantrag einschicke, auf ihren dämlichen Zettel habe ich geschrieben "ist der Deutschen Rentenversicherung Bund bekannt, Aktenzeichen blablabla", und der ganze Mist ging per Einschreiben mit Rückschein auf die Reise.
2 Tage vor Weihnachten traue ich bei so wichtigem Zeugs weder der Post noch den Ämtern, man kennt ja sein Talent...

Spottdrossel 30.12.2011, 14.27 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Zweiklassenhotline

Also dann, heute der feierliche Anruf beim Arbeitsamt.
"Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Hotline für Arbeitgeberfragen"
???
Außerdem stand da noch die "Durchwahl" vom Verfasser des obskuren Schreibens, nur daß die "Durchwahl" zufällig mit einer Null endete.
Wie vermutet, führte die Durchwahl auch nur zu einem Hauptverteiler.
"Für Fragen zu AlG2, auch Harz4 genannt, drücken Sie... zu Fragen zum Kindergeld drücken Sie... für sonstige Fragen drücken Sie die 8."
Ich bin ein sonstiger Vogel und drücke die 8.
"Wegen zu hoher Nachfrage kann ihr Anruf nicht entgegengenommen werden, wir danken für ihr Verständnis" tuuuut - tuuuut - tuuut.
Bevor ich auch nur den Hauch von Verständnis dafür entwickeln konnte, daß kurz vor der Mittagspause niemand mit mir reden will, war ich schon aus der Leitung geflogen.
Ich bin ein experimentierfreudiger Vogel und die Gegenseite kann von meiner recht dehnbaren Auffassung von Vorschriften aller Art ja nichts wissen - also bin ich brav und rufe höchst vorschriftsmäßig bei der Hotline für Arbeitgeberfragen an.
"Herzlich willkommen, blablabla... für die Meldung freier Arbeitsstellen drücken Sie... für sonstige Fragen drücken Sie die 8."
Na toll, schon wieder die 8 des Verderbens.
Denkste.
Aufmunternde Klänge in der Warteschleife, zwischendurch Entschuldigungen und Durchhalteparolen. Dann tatsächlich eine lebende und auch sehr nette Dame, der ich erstmal erkläre, das ich keine Ahnung habe, warum ich bei ihr anrufen soll, aber das so auf dem Brief stand.
Und siehe da, statt einem "Sie sind hier falsch", durchforstet sie Kollege Computer nach dem obskuren Schreiben, macht durch die Blume deutlich, daß sie auch nicht versteht, was das soll, bemängelt sogar denselbem Satzbaufehler wie ich (ab da konnte ich sie richtig gut leiden) und verfrachtet mich in die Warteschleife, um eine zweite Meinung einzuholen.
Der gemeinsame Beschluß laiutete dann "die Leistungsabteilung weiß, das Sie einen Rentenantrag gestellt haben", was aber momentan niemand weiß, ist, ob der Brief ein Fehler ist oder ob durch irgendein verwaltungstaktisches Verwirrspiel begründet, dessen tieferer Sinn sich dem Normalsterblichen nicht erschließt.
Sie will veranlassen, daß mich jemand zurückruft, der sich mit sowas auskennt.
Ich bin zumindest schonmal höchst dankbar, daß der Bearbeiter bzw. Verfasser des Briefes, der offensichtlich nicht mal mit Formularfeldern in seinen Standartbriefen klarkommt (zumindest glaube ich nicht, das meine offizielle Nummer 156-Kundenummer34v386 lautet...), den falschen Briefkopf gewählt hat und ich dadurch tatsächlich bei netten und motivierten Mitarbeitern gelandet bin.

Spottdrossel 19.12.2011, 17.16 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Verwirrspiel

Es ist wirklich sensationell... mit Datum vom 25.11. habe ich hier einen Wisch vom Arbeitsamt liegen, wo groß draufsteht "Bewilligungsbescheid" und im Kleingedruckten "wir zahlen ab 06.12.".
So weit, so schön.
Gestern ein Brief von der Krankenkasse, das letzte Geld wird nur ausgezahlt, wenn man nachweist, daß man sich beim Arbeitsamt gemeldet hat. Keine Ahnung, ob damit niedere Geister wieder zu ihrem Glück gezwungen werden sollen... ich hab den Bewilligungsbescheid als Beweisstück A gefaxt und gut ist´s (hoffe ich).
Heute dann wieder ein grauer Brief, ein anderthalbseitiges Pamphlet, in dem drinsteht, daß ich erst Arbeitslosengeld bekomme, wenn ich einen Rentenantrag gestellt habe.
Ist ja nicht so, daß ich die Eingangsbestätigung vom Rentenamt im Arbeitsamt gleich vorgelegt hätte...
Für Rückfragen wird auch noch die "Hotline für Arbeitgeberfragen" empfohlen, können sie abhaken, am Montag werde ich den Bearbeitungsknilch anrufen und nachforschen, ob er überhaupt weiß, was er tut.
Langsam kommt mir das hier vor wie eine Dönerbestellung, wenn man da 3 Sekunden zu früh "mit Scharf" und "zum Mitnehmen" sagt, geht die Sache in die Hose...

Spottdrossel 16.12.2011, 14.21 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL

Viele graue Briefe

...trudeln hier momentan ein.
Der vom Arbeitsamt ist erfreulich, sie sind zahlungswillig.
Das Rentenamt will mich zu irgendeinem Arzt schicken zwecks Begutachtung, da freue ich mich jetzt schon.
Bei meinem Talent hockt dann da ein klappriger, kleiner Wicht, der mich bedrohlich findet und nicht glauben will, das ich momentan noch nicht arbeiten gehen kann (am Samstag haben 4 Stunden kindergerechte Weihnachtsfeier gereicht, um mich plattzumachen).

Spottdrossel 29.11.2011, 18.50 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Frage & Antwort - Spiel

Nach 4 Wochen hat mir das Rentenamt immerhin schon mal ein Aktenzeichen mitgeteilt.
Wenn das in dem Tempo weitergeht...
2 Tage später schon wieder Post, nachdem ich grade meinen Arbeitgeber mit einem Fragenkatalog vom Arbeitsamt genervt habe, kommen jetzt lustige Fragen vom Rentenamt.
Von mir wollen sie auch noch was: Nachweis über den Beginn ihrer Ausbildung.
Echt witzig.
1.) hatte ich schon Papiere zu diesem Thema bei meiner feierlichen Audienz zwecks Antragsabgabe dabei - da hat nur kein Schwein nach gefragt.
2.) habe ich meine Ausbildung beim Land Hessen gemacht und einen Ausdruck VOM RENTENAMT, das ab dem 01.08.90 Beiträge gezahlt wurden - für was wohl???

Herr, laß Hirn regnen...

Spottdrossel 24.11.2011, 11.21 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Beim Arbeitsamt

…war es richtig lustig. Ein freundlicher Empfang von der Dame hinterm Tresen, kurz abgekaspert, warum, weshalb, weswegen, im PC fand sie mich auch (das hat also schonmal geklappt), jetzt brauchte sie noch meinen Personalausweis.

Ich erbleichte dezent, den hatte ich beim Rentenamt nur schnell in die Tasche gestopft… und später tatsächlich wieder an seinen Platz im Geldbeutel geräumt.

Manchmal staune ich über mich selbst.

Beim Perso gab es dann das übliche Gezicke.

Ich hatte, um den herzallerliebsten Schatz überhaupt heiraten zu dürfen, damals einen neuen Ausweis beantragen müssen (der vorige war 03.03.03 abgelaufen und ich fand das Datum so nett, daß ich mich nicht von trennen wollte). Logischerweise stand also auf dem nagelneuen Ausweis nach paar Wochen schon ein falscher Nachname, und statt das wie bei einem Umzug mit einem hochoffiziellen Aufkleber zu ändern, erklärt mir der Knilch auf der Gemeinde, ich müßte nochmal zum vollen Preis neu beantragen.

Nicht mit mir, Freunde… bei so einem frauenfeindlichen Mist sind sie bei mir genau richtig (fragt mich mal, was ich davon halte, daß Ehefrauen bei der Steuererklärung automatisch hinter dem Mann eingeordnet sind…). Seitdem habe ich immer die inzwischen reichlich zerfledderte „Bescheinigung über Namensänderung“ an Bord.

Ich erkläre der Dame, damit habe ich schon Autos an- und abgemeldet und ein Haus gekauft – dann kann´s doch nicht so schwer sein.

Sie entscheidet sich für den Mittelweg, gibt mir bunte Zettel zum Ausfüllen und macht, um den Dienstweg zu wahren, einen vorwurfsvollen Vermerk im PC.

Grade, als ich bei den Zetteln in Bereiche vordrang, wo ich nicht wußte, ob ein Kreuzchen jetzt gut oder verhängnisvoll wäre, rief mich eine nette ältere (halt, darf ich nicht schreiben, sonst gibt´s Ärger mütterlicherseits… jedenfalls war sie älter als ich) Dame herein.

Sie wunderte sich über den Vermerk wegen falschem Namen, inspizierte mein schönes Zettelchen, verdrehte die Augen über flexible Kollegen im allgemeinen und besonderen und löschte den Mist grade wieder raus.

Und schon konnte ich sie bestens leiden.

Wir wurschtelten uns so durch die technischen Daten, Steuernummer usw., als die personalausweiskritische Kollegin, nur durch eine angelehnte Tür von uns getrennt, wieder jemanden empfing.

„Sie haben mir da was falsch ausgefüllt!“ ertönte ein weiblicher Generalfeldmarschall.

Das Arbeitsamtmädel entschuldigte sich, konnte aber erstmal keinen Fehler entdecken.

„Sie haben da was mit Textmarker markiert – die wollen aber nur ein Kreuz!“

Meine Sachbearbeiterin verbeißt sich mühsam das Lachen und ich kann es mir nicht verkneifen, der Geschichte noch ein paar Untertitel zu verpassen: „wenn das jetzt jeder so machen würde?!! Wo kämen wir denn da hin? Der Weltfrieden ist in Gefahr…“

Die Dame wurde mit einem vorbildlich textmarkerfreiem Zettel versorgt.

Ich bekam viele textmarkerfreie Zettel.

Zum Lesen, zum Ausfüllen, zum an die Firma schicken, zum Ausfüllen und an den medizinischen Dienst schicken. Dieser Zettelstapel wäre am wichtigsten, je früher der bei den ärztlichen Gutachtern ist, umso eher wird was entschieden. Sie erklärt das mehrmals und fragt dann: „habe ich das deutlich genug erklärt?“

„Ich kann auch aufspringen und JAWOHL!!! brüllen“, schlage ich hilfsbereit vor.

Sie kringelt sich stattdessen über ihrer Tastatur.

Erst als ich wieder draußen war, fiel mir auf, das ich nichtmal weiß, wie die gute Dame eigentlich heißt, aber das steht bestimmt auf einem der vielen Zettel.

Die schaue ich mir vorsichtshalber erst morgen an, damit die gute Laune noch bißchen anhält.

Spottdrossel 24.10.2011, 18.08 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL