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Beim Essen wird leider auch oft vergessen, da
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Beim Joggen kann man die landschaft auch gar
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Mit der 5-Elemente-Küche hatte ich mich bis j
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Wenn man dann noch bedenkt, dass die DGE (Deu
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Hi there might I reference some of the insigh
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"Ich bin Häuptling immer-müde", erklärte ich meinem Chef, als ich versuchte, wieder zu arbeiten. Der Versuch ging nach 10 Wochen daneben...

Inzwischen entpuppten sich die "Nebenwirkungen, kann man nix machen" als Nebennierenschwäche (was die Ärzte nicht glauben wollen), die von der Fachärztin bestätigte Hausstaubmilbenallergie ist eine Histaminintoleranz, und mal sehen, was noch so an Überraschungen kommt.

Geduld ist gefragt, Zeitmanagement und eine Idee, wie sich auf ehrliche Art und Weise bei 20 % Leistung Geld verdienen läßt.


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Die BLW´s
11.8.2011-13:57

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Frei-Zeit

Der Sellerie-Mord

...oder,wie es der herzallerliebste Schatz nennt: CSI Gemüse. Bildchen Nr. 1 vom noch nicht zubereiteten Mittagessen war zwar als Übung nicht schlecht, von der Bildaussage her aber bißchen zu langweilig.
Deshalb gab es heute auf die Schnelle Version 2, mit etwas mehr Dramatik.
Ich hoffe, man kann es halbwegs erkennen, da meine zusätzlichen Aquarellfarben noch nicht da waren, hatte ich die guten Buntstifte benutzt, die dann im Scanner vor Schreck erbleicht sind.
Was aus dem Lauch, dem Sellerie und den verschreckten Pastinaken geworden ist, wird morgen verraten.

Spottdrossel 14.11.2012, 18.16 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Anfängerkurs - Definitionssache?

Ich muß gestehen, mit dem Aquarellkurs in der VHS bin ich nicht so zufrieden. Einerseits ist die Variante "einfach losklecksen und zwischendurch Tips bekommen" sicherlich nicht schlecht, damit die Leute sich erstmal trauen, was zu malen.
Andererseits erwarte ich von einem Grundkurs aber, daß da ein sinnvoller Aufbau besteht, von leicht nach schwer und von Grundlagen zu den Feinheiten, daß z.B. erst eine Technik erklärt wird, dann an ein paar Beispielen geübt und später an einer eigenen Idee umgesetzt. Und danach kommt wieder ein neuer Baustein dazu.
Ist aber leider nicht so.
Besonders merkwürdig: Sachen, mit denen ich zufrieden bin, sind "zu steif", und da, wo ich komplett danebengehauen habe, "ist es doch gar nicht so schlecht."
Sorry, eigene Interpretation in allen Ehren, aber diese Wiese war TÜRKIS.
Für eine tropische Lagune sicher nicht schlecht, für eine Kuhweide im Januar meiner Meinung nach aber unpassend.
Wie man ein passendes, realistisches Grün mischt - Fehlanzeige. Da muß ich in Büchern nachschauen.
Als ich jetzt per Google in einem Aquarellforum für Fortgeschrittene landete, in dem gelästert wurde, daß die VHS-Kurse "leider oft zu Kaffeekränzchen verkommen", mußte ich ihnen leider zustimmen.
Positiv ist die feste "Mal-Zeit", daß man sich auch wirklich dransetzt. Aber in Sachen "fordern und fördern" bin ich enttäuscht (oder vom Reitunterricht her zu verwöhnt). Und mit meinem Ziel, was "erkennbares" hinzuklecksen, hatte ich auch das Gefühl, nicht ganz im Trend zu liegen.
Lang lebe das Internet - hier habe ich was gefunden, was mir gefällt - mit klar erkennbaren Motiv, und trotzdem eindeutig gemalt - geht doch!
Und über gefühlte 27 Umwege landete ich bei Wolfgang Baxrainer und habe mir ein paar seiner Videos auf Youtube angeschaut. Da wird alles erklärt, was ich bei dem VHS-Kurs vermisse. Also werde ich im Winter, wenn das Unkraut draußen endlich Pause macht, fleißig "Hausaufgaben" machen - mal schauen, was dabei rauskommt.

Spottdrossel 06.11.2012, 11.22 | (7/0) Kommentare (RSS) | PL

Künstlerische Freiheit - oder auch nicht

Gestern im Kleckskurs, ich kämpfte mit einem neuen Motiv und motzte vor mich hin, weil die Perspektive nicht paßte.
"Nur andeuten, es muß nicht ganz genau sein" riet die freundliche Dame vom Nebentisch.
Soweit die Theorie - nur habe ich grade eine Kuhweide mit Wasserwagen in der Mangel, und solange die Räder so angeordnet sind, daß die Karre nur Linkskurven fahren kann, ist mir das ein bißchen zuviel künstlerische Freiheit...

Spottdrossel 25.09.2012, 18.12 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Jetzt werde ich "richtiger" Rentner

Zwar werde ich es immer noch nicht fertigbringen, im Supermarkt mitten auf dem Gang stehenzubleiben und stundenlang zu quasseln, aber zumindest habe ich jetzt die VHS für mich entdeckt.
Letztes Jahr hatte ich mich noch nicht getraut, aber jetzt sind die Kopfschmerzen bei "schwierigen" Themen seltener geworden und ich könnte ein bißchen kontrollierte Unruhe vertragen.
Und weil ich garantiert in dem Moment, wo es draußen kalt wird und das Unkraut einen Wachstumsstop einlegt, wieder in Kleckslaune komme, hatte ich mich für einen Aquarell-Grundkurs angemeldet - der einen Tag später mangels Beteiligung abgesagt wurde. Da war ich dann aber stur und habe die benachbarten Volkshochschulen durchforstet - irgendeinen Vorteil muß man ja haben, wenn man genau auf der Grenze vom Telefonbuch wohnt.
Und, just in time, findet da heute Abend so ein Kennenlerndings mit den Kursleiterinnen statt. Da beide Damen extrem drollige Vornamen haben, bin ich jetzt sehr gespannt, wie weit das Bild vor dem inneren Auge und die Wirklichkeit übereinstimmen.

Spottdrossel 04.09.2012, 15.10 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Schraube locker

Da ich die ganze Zeit mit dem Malen geschludert habe, gab es jetzt einfach mal was mit aktuellem Bezug.
Die ersten Bretter am Hühnerstall sind ausgewechselt (Hurra!), weil ich endlich mal was machen wollte "wo man hinterher was sieht".
Unkraut zibbeln ist etwas, wo man hinterher nichts sieht...
Jedenfalls, die alten Schrauben waren nicht so marode wie erwartet, sahen nur durch die Farbschicht so kläglich aus.
Und bekommen bis zur Wiederverwendung ein adäquates Zuhause:






Spottdrossel 22.07.2012, 19.23 | (6/1) Kommentare (RSS) | PL

Die Kurve gekriegt

Langsam werde ich mir fast unheimlich - aus den unergründlichen Tiefen des Hauses habe ich tatsächlich auf Anhieb sämtliches Nähzeugs ausgegraben - teilweise sogar Sachen, von denen ich selber nichts wußte.
Dank Oma-Erbschaft gibt es eine Schneider- und eine Zickzackschere (die uns als Kinder immer maßlos fasziniert hatte), die Tüte mit den Stoffresten trieb sich aus unerfindlichen Gründen im Schlafzimmer herum (nachdem ich zum Glück noch rechtzeitig an den vermeintlichen Übungs-Hosen den Zettel "kürzen" entdeckt hatte) und die Zubehörteile der Nähmaschine waren da, wo ich sie nie vermutet hätte - höchst ordentlich in einem Kästchen.
Um die Sache spannend zu halten, tauchten der allerhäßlichste Übungs-Stoffetzen und die Bedienungsanleitung zuletzt auf.
Nachdem die Sache mit den Kurven reichlich unelegant ausgegangen war, zog ich ein weiteres Buch aus dem dezent überlasteten Bücherregal. Bei dem "etwas anderen Nähbuch" war ich damals Opfer unfähiger Buchtitel-Übersetzer geworden. Im Original heißt es "Free & easy stitch style", und, wie mir das Online-Wörterbuch grade bestätigte, heißt "stitch" nicht nur nähen, sondern auch sticken (und so ziemlich alles andere, was irgendwie piekst). Ich hatte damals eine Nähschule erwartet, aber hauptsächlich geht es um Freihand-Maschinensticken.
Also im Moment die beste Anlaufstelle für krumme Linien aller Art.
Was empfiehlt die Autorin in diesem Fall?
Stickrahmen und Transporteur versenken.
Letzteres rief die "wo ist die verdammte Anleitung?"-Suchaktion hervor.
Stickrahmen? Da müßte doch... Oma sei dank, auch der war gefunden.
Gebrauchsanweisung befragt (ich könnte mich immer noch über diese minderbemittelte Bewertungs-Nuß bestreuseln, die Anleitung ist für geistig normal ausgestattete Menschen absolut verständlich...), das Thema "Freihandstopfen" klingt doch einigermaßen passend.
Füßchen wechseln - da trat der Fall "wo ist das Zubehör?!" ein.
Zubehör gefunden, kleine Metallteile contra große Flossen, am Ende wurden wir uns einig.
Statt den Transporteur zu senken, wurde er mit einer Platte abgedeckt - gut, daß ich nicht einfach mal losgeschraubt hatte...
Die Maschine war umgerüstet, letzter Satz in der Anleitung "für bessere Ergebnisse wird ein Stopfrahmen empfohlen."
Höchst zufrieden, daß ich diese Forderung erfüllen kann, will ich den bespannten Rahmen unterlegen - geht nicht.
Das verdammte Füßchen ist im Weg.
Hin, her, vor, zurück - es will nicht.
Irgendwann im Laufe des Duells blättert sich eine Seite der Anleitung um.
Freihandstickerei mit Rahmen - erster Schritt: Nähfuß und Nähfußhalter abnehmen.
GRMBLFX! Ich hätte jetzt nicht gedacht, daß Nähen so aufregend sein kann - und dabei hatte ich noch nicht einmal angefangen.
Mit ohne Fuß paßte der Rahmen grade so drunter durch und ich kritzelte reichlich windschief auf dem schlimmrosa Fetzen herum (das Ding war in einem Stoffreste-Paket und ist von Farbe und Material her so grauslig, daß man richtig Lust hat, ihn zu mißhandeln).
Sagen wir mal, die Blume, die ich aufgestickt habe, sieht den regengeplagten Originalen im Garten recht ähnlich... für die Optik bei schönem Wetter muß ich noch üben.
Mein armes Hirn fand die Rumkurverei unerwartet anstrengend, beim nächsten Mal werde ich wohl wieder geradeaus fahren. Als Belohnung gibt es dann ja drei "neue" gekürzte Hosen (und ich hatte mich schon gewundert, warum die Auswahl im Schrank so dürftig war).

Spottdrossel 20.07.2012, 18.31 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Slalom mit der Nähmaschine

So, eine sitzende Tätigkeit wurde gefunden - bei der derzeitigen Wetterprognose stehen die Chancen gut, sich ein paar Tage hintereinander mit der Nähmaschine beschäftigen zu können.
In der Schule sind wir ein paarmal mit den Dingern herumgeeiert und haben mehr oder weniger seltsame Sachen produziert.
Später hatte ich dann mal Mütterleins Maschinchen geliehen und dem herzallerliebsten Schatz ein prächtiges Kreuzritter-Gewand genäht - zwar mit wilden Flüchen und keiner einzigen geraden Naht, aber wenn die Bewaffnung des Trägers entsprechend ist, sagt da kaum jemand was...
Irgendwann war dann hier im Nähmaschinen-Kaufgeschäft eine Aktionswoche und ich erbeutete eine putzige "smart" von Pfaff.
Ab dann war hier alle Jahre wieder das selbe Spiel: der herzallerliebste Schatz wurde mit einer Hose vorstellig, die ein nicht-serienmäßiges Loch aufwies.
Ich begutachtete das Ganze, überlegte, wie ich die Sache angehen wollte, und blätterte erstmal wild fluchend parallel in Gebrauchsanweisung und der "Burda Nähschule".
Am Ende war das Beinkleid wieder lochfrei, aber die Aktionen waren immer recht nervig. Das Problem: damals gab es für Einsteiger nur "Anleitungen" wie die "Burda-Nähschule", aber was interessiert es mich, wie man einen Abnäher macht, wenn ich noch nicht einmal weiß, wo bei dem Teil der erste Gang ist?
(nebenbei, als ich eben nach der smart googelte, stolperte ich über eine Negativ-Bewertung von einer Dame, die sich beschwerte, daß man bei einer "Anfängermaschine" keinen kompletten Nähkurs dazu bekommt. Ob die bei einem VW-Golf auch einen Stapel Fahrschulfragebögen erwartet???).
Den verfluchten Amazon-Vorschlägen sei Dank stolperte ich vor einiger Zeit über den Nähmaschinen-Führerschein. Ein witziges, modernes Buch, in dem nichts mehr an selbst schneidernde Hausfrauen erinnert.
Na also.
Vorne kommt ein Haufen Theorie, unter anderem, daß man zum Abstauben nicht pusten soll, weil sonst der Staub erst recht in die Maschine krabbelt.
Der Tip war nötig, die Gute hatte im Griffbereich doch ordentlich Staub angesetzt.
Jetzt muß ich zugeben, manche Dinge gehe ich eher "männlich" an - erstmal ausprobieren und hinterher schauen, wo die Gebrauchsanweisung Unrecht hat.
Den Theorieteil hatte ich schon vor den großen Regen studiert, dann kam jede Menge Unkraut, und jetzt wollte ich bitte das Maschinchen ausprobieren - so schwer kann das ja nicht sein!
Gaspedal und Abblendlicht waren gefunden und ich wollte die erste Aufgabe angehen: entlang von diversen Linien auf Papier nähen.
Papier angesetzt, Nadel rein, da war doch was mit Füßchen absenken..?
Ich probiere den nächstbesten Hebel und erbost wirft Genossin Nähmaschine ihr Füßchen von sich.
Unten ist er, aber nicht so, wie gedacht...
Füßchen wieder dran, richtigen Hebel gefunden - los geht´s!
Das Maschinchen rattert pflichtbewußt los, aber obwohl ich eisern auf den Strich ziele, weicht die Nadel heimtückisch nach rechts und links aus.
Was zum..?
Vielleicht sollte man vorher nachsehen, was man bei der letzten Stümperei alles verstellt hat...
Ein paar Versuch-und-Irrtum-Einstellungen später waren wir uns weitgehend einig und blieben größtenteils sauber auf der Linie.
Das änderte sich schlagartig, als Ecken ins Spiel kamen - dauend piekste die Nadel übers Ziel hinaus.
Voila, und schon hatte ich den Sinn der Stichlängeneinstellung verstanden (und außerdem reumütig im Buch nachgeschaut, wo man da drehen muß...).
Ab dann lief es ganz nett, bis Schlangenlinien ins Spiel kamen.
Es schlängelte zwar, aber nicht so, wie es sollte.
Außerdem erwies sich das Papier als relativ bockig, weil man es ja nicht wie ein Stück Stoff zusammenschieben kann, wenn es eng wird.
Um Slalom und Kreisverkehr zu üben, habe ich eine bessere - na, sagen wir lieber: andere Idee, ob sie besser ist, wird sich hinterher herausstellen.
Der nächste Regen kommt bestimmt...

Spottdrossel 19.07.2012, 17.16 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Da isses

(Mit der Fotogalerie stehe ich noch auf Kriegsfuß: wundersamerweise hat sich Baby M verdoppelt und taucht auch im ersten Wort nochmal auf. Dafür klappt es mit dem Titelbild für die Galerie nur über 27 Umwege, für die ich momentan keinen Nerv habe)
Da die nichtsnutzigen Katzen auf dem Hof keinen Fotoapparat bedienen können oder wollen, gibt es von gestern keine Beweisfotos. Vor zwei Wochen war sie mir aber mal vor die Linse geraten:

Spottdrossel 15.06.2012, 09.57 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Baby M

Mein neuester Job: Babypferd knuddeln.
"Baby M" kam letztes Jahr auf die Welt und heißt so, weil ein isländischer Name mit M gesucht und nicht gleich gefunden wurde. Inzwischen hat sie wohl auch einen amtlichen Namen, aber im Sprachgebrauch ist sie Baby M geblieben.
Als die gesamte Herde raus auf die Koppel durfte, reagierte Baby M fassungslos auf das Ansinnen, sich mal eben ein Halfter anziehen zu lassen und mit irgendwelchen dahergelaufenen Zweibeinern den Paddock zu verlassen.
Nach Zeugenaussagen hat sie sich so aufgeregt, daß sie im Verlauf der Aktion einen Salto rückwärts machte und die beteiligten Zweibeiner ausreichend blaue Flecke abbekommen hatten.
Ihr ist vorher nie etwas Böses passiert, sie wurde nicht anders behandelt als die restlichen Pferde (die sogar liegenbleiben, wenn jemand komplett Fremdes zu ihnen kommt), aber sie hat irgendwie die dreifache Dosis Vorsicht mitbekommen. Solange sie mit ihren Kumpels zusammenstand, hat davon keiner was gemerkt.
Jetzt sind die Kumpels auf der Wiese und Baby M muß davon überzeugt werden, daß ihr niemand was Böses will.
Also, rein in den Auslauf, Baby M -mangels Kollegen gelangweilt- kommt interessiert näher. Mit 2 Metern Abstand zu mir tauchen zwei Sorgenfalten über ihren großen Augen auf: "ich weiß nicht..."
Zum Glück sind Fohlen quasi generell bestechlich, nicht mit Futter, aber mit kratzen an schwer zugänglichen Stellen. Dann wird die Oberlippe immer länger und das edle Roß verwandelt sich in ein Tapir.
An ihren Kopf greifen geht gar nicht, soviel weiß ich schon.
Also Baby rufen, warten, bis Baby vorsichtig näher kommt, und langsam am Ende der Mähne mit dem Striegel kratzen, so, wie es ein Kumpel mit seinen Zähnen machen würde.
Baby M ist grundsätzlich interessiert.
Aber auch noch recht wollig, schnell ist der Plastikstriegel mit Haaren verstopft und ich muß ihn an meinem Stiefel ausklopfen.
Noch schneller ist Baby M mit ihren langen Beinen außer Reichweite gestakst.
Ich locke sie wieder an, sie ist wieder im "ich weiß nicht..."-Modus.
Diesmal einigen wir uns auf die andere Seite.
Nach bißchen schrubben ist der Striegel voll und das Spiel beginnt von vorne.
Kratzen, ausklopfen, Pferd wieder überzeugen, Stelle finden, die genehm ist, und wieder zurück auf Los.
Auf diese Art bekomme ich langsam, aber sicher einen ordentlichen Knäuel hellbraune Babywolle aus ihr heraus.
Wenn ich mich mit dem Rücken zu ihr stelle, kann ich sogar unauffällig ihre Mininase berühren, anscheinend ist das so weniger bedrohlich.
Irgendwann stelle ich den Rückenkratzservice ein und bin gespannt, wie sie reagiert.
Anscheinend ist sie für Gleichberechtigung - ich habe sie bekrabbelt, jetzt ist sie dran. Vorsichtig schnuffelt sie an meinen Händen und dem Striegel herum, dann kommt die Oberlippe zum Einsatz. Sie versucht, meine Uhr abzumontieren, angelt nach einer Falte in meinen Jeans und irgendwann steht sie mit aufforderndem Blick vor mir und wurschtelt mit ihrer kratzigen Oberlippe (Madame hat Damenbart) an meiner Nase herum.
Ich muß lachen, was aber anscheinend nicht die von ihr gewünschte Reaktion war.
Man soll mit einem Erfolgserlebnis aufhören, außerdem ist Lernen auch anstrengend für ein junges Pferd, also ist - auch zum Wohl meiner Nase- erstmal Feierabend.
Am Wochenende übernimmt ein anderes Mädel den Babykrabbelservice, am Montag bin ich wieder dran.

Spottdrossel 14.06.2012, 19.25 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Museum Kirtorf und Dämpfkolonne

Hat ja lange genug gedauert... einer meiner "guten Vorsätze" war, mich quasi als Tourist vor der eigenen Haustür zu betätigen. Und obwohl der Garten mit jeder Menge Unkraut lockte und noch ein Trupp Erdbeerpflänzchen in der Pflanz-Warteschleife hängt, habe ich sie vertröstet und wir sind am Sonntag nach Kirtorf gefahren, um uns das Museum und die Vorführung der Dämpfkolonne anzusehen.
In der guten, alten Zeit, als das Vieh noch nicht mit Soja gefüttert wurde, zogen diese übergroßen Dampfgarer von Hof zu Hof, um Kartoffeln als Winterfutter zu kochen.
(Bevor ich mich hier jetzt anhöre wie die Sendung "Plusminus", über deren Satz "Genmanipuliertes Kraftfutter, das dafür sorgt, dass Kühe auf der Weide nicht mehr zurechtkommen. Sie wären schlicht unterversorgt." ich mich gründlich aufgeregt hatte: So, wie meine Hühner Eiweiß im Futter brauchen, um ihr Ei zu produzieren, braucht eine Hochleistungskuh auch ausreichend "Input" in Form von Eiweiß. Wiese alleine ohne Zusatzfutter reicht vielleicht einer Büffeldame, aber die gibt damit auch nur so viel Milch, wie ihr Kalb bräuchte, und keinen Schluck zusätzlich.
Das "Problem" mit dem Gen-Soja ist eine Umweltsauerei in den Anbaugebieten, der Kuh ist das erstmal wurscht, Hauptsache, sie bekommt die Nährstoffe, die sie braucht. Und da dank BSE und Co. tierische Eiweißquellen verboten sind, ist´s eben Soja)
Gut, das sollte hier eigentlich kein Referat über Viehfutter werden, sondern eine Lobrede auf ein (gar nicht sooo) kleines und feines Museum.
Anders als bei den "üblichen" Heimatmuseen ist der Schwerpunkt weniger das alte Handwerk und/oder alte Trachten, sondern es geht um Einwohner, über die es was zu erzählen gibt. Zum Beispiel vom Freiherr, der sich nicht wie ein Feudalherr aufführte, sondern eher Aussteiger und Erfinder war, der Ärztin, die per Telefonanruf versuchte, ihre "üblichen Verdächtigen" vom ungesunden Essen abzuhalten, ein altes Fotoatelier ist zu sehen und die Fotos von damals, mit trickreich gemachtem Bildhintergrund. Eine Lebensgeschichte samt Darstellung eines vergessenen Handwerks steuert der "Schmer-Schorsch" bei, der Wagenschmiere produzierte und auslieferte (das Zeug war damals wohl Universalheilmittel bei Mensch und Vieh).
Natürlich hat man als "Auswärtiger" von diesen Leuten noch nie etwas gehört. Macht aber nix, meistens kennt man ja von Eltern oder Großeltern auch die eine oder andere Geschichte von früher. Die bekommen durch den Museumsbesuch ein Gesicht, man kann sich besser vorstellen, wie das damals im Alltag ausgesehen haben könnte.
Zeitlich wird alles abgedeckt, von der ersten urkundlichen Erwähnung bis zum "Etablissement" in den 70er Jahren (da fanden sich irgendwie keine Zeugenaussagen...).
Das Museum hat uns sehr gut gefallen und das Spendenfaß wurde dementsprechend gefüttert. Dann wollten wir uns selber füttern, mit Kartoffeln aus dem eisernen Ungetüm. Dummerweise hatten wir, kaum daß wir uns dem Ort des Geschehens näherten, das Gefühl, selber die größte Sehenswürdigkeit im Ort zu sein. So unter Beobachtung wurde es uns dann zu ungemütlich, zumal auch das Wetter irgendwie nicht zum Heringssalat paßte, und wir flüchteten heimwärts, um den Grill anzuwerfen.


Spottdrossel 21.05.2012, 16.23 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL