immermuede

Moni:
Beim Essen wird leider auch oft vergessen, da
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Beim Joggen kann man die landschaft auch gar
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Moni:
Mit der 5-Elemente-Küche hatte ich mich bis j
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Moni:
Wenn man dann noch bedenkt, dass die DGE (Deu
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:
Hi there might I reference some of the insigh
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"Ich bin Häuptling immer-müde", erklärte ich meinem Chef, als ich versuchte, wieder zu arbeiten. Der Versuch ging nach 10 Wochen daneben...

Inzwischen entpuppten sich die "Nebenwirkungen, kann man nix machen" als Nebennierenschwäche (was die Ärzte nicht glauben wollen), die von der Fachärztin bestätigte Hausstaubmilbenallergie ist eine Histaminintoleranz, und mal sehen, was noch so an Überraschungen kommt.

Geduld ist gefragt, Zeitmanagement und eine Idee, wie sich auf ehrliche Art und Weise bei 20 % Leistung Geld verdienen läßt.


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Die BLW´s
11.8.2011-13:57

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Medizinisches

Des Rätsels Lösung?

Wie das so ist bei Amazon und seinen Empfehlungen; man kommt von Arschbacke auf Kräppel backen bzw. im vorliegenden Fall war ich über ein Buch, in dem es um die Auswirkungen von Vitaminchen (oder deren Mangel) auf die Psyche ging (und was mir nix gebracht hätte) auf einen Link gestoßen zu dem Buch "Grundlos erschöpft".
Die Vorschau sah recht vielversprechend aus, also Buch bestellt und als ich die Auflistung der Symptome las, bin ich fast vom Stuhl gekippt: alles, was ich bisher unter "Nebenwirkungen, kann man nix machen" verbucht hatte, paßt exakt zu fehlendem Adrenalin.
Nach dem, was der gute Doktor da beschreibt, habe ich wohl auf der Arbeit meine Batterien schon gründlich leergefahren und ob die CML dem armen Nebennierchen jetzt den Rest gegeben hat oder ob die CML erst kam, weil man randvoll mit Streßhormonen war, wird wohl nie geklärt werden. Ist eigentlich auch wurscht.
Was meine Laune aber gewaltig hebt ist die Tatsache, daß man jetzt endlich mal weiß, wo es lang geht, daß es z.B. keine Einbildung ist, wenn ich meine, daß mir frühes Aufstehen schadet oder daß mich ein ausgefallenes oder zu spätes Essen gleich umhaut.
Wirklich nett, daß kein Arzt jemals auf die Idee kam, abseits vom Blut was zu testen.
Anscheinend sind die Weißkittel diesbezüglich aber so stur, daß Otto Normalverbraucher seine Tests inzwischen über Amazon selber ordert, egal, um welche medizinisch unpopulären (oder wenig lukrativen) Sachen es geht.
Wo ich schonmal in der Abteilung Wunderheilung & Co. unterwegs war, ist mir auch grade noch ein Buch gegen Allergien in den Einkaufswagen gehüpft.
Bisher waren mir beim Thema Allergien nur wildeste Ernährungsvorschriften bekannt, die ich mit Sicherheit nicht mitgemacht hätte, und spätestens wenn in den Bewertungen ein Heilpraktiker vom Allergietest per Armausstrecken erzählt, ist bei mir als gelerntem Laborant ganz gewaltig Feierabend - aber das hier, mit bißchen Wasser trinken, klang ganz praktikabel.
(Außer, daß das Wasser auch wieder weg muß, der herzallerliebste Schatz schlug schon einen Ausflug zum Männeken Piss vor).
Zumindest komme ich schon zwei Tage ohne Inhalierspray aus, obwohl wir keine einzige Hausstaubmilbe erschlagen haben.
Damit schließt sich dann der Kreis, "Zuahme oder Verschlimmerung von Allergien" geht nämlich auch auf das Konto der bockigen Nebennieren. Für die habe ich jetzt eine gefühlte Isotonne Vitaminchen bestellt, was auch eine mittlere Wissenschaft war, weil sich die empfohlenen Mengen pi mal Daumen um eine Stelle vor dem Komma von dem unterschieden, was hierzulande gängig ist. Der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sei Dank, aber was von denen zu halten ist, sieht man ja beim Thema "Kohlehydrate für alle", wo sie stur am 80er-Jahre-Wissen festhalten.
Aber gelobt seien die Veganer, dank denen gibt es ein breites Sortiment an merkwürdigsten Mittelchen, meistens aus Holland.
Erst hatte ich auch die üblichen Horrorgeschichten über Schäden durch Nahrungsergänzungsmittel im Hinterkopf, aber wenn im Land der unbegrenzten Schadenersatzklagen diese Dosierungsempfehlungen ungestraft kursieren können, wird es nicht allzu dramatisch sein.
Versuch macht kluch, eigentlich kann es ja nur besser werden.

Spottdrossel 27.08.2013, 19.15 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Bremsklotz

Ich muß diese blöden Tabletten wieder loswerden.
Das Uhrzeitenritual ist nicht das Problem, dafür gibt´s schließlich Wecker, aber mit dem Zeug scheinen meine Knie noch wackeliger zu sein als mit den letzten Chemikalien.

Spottdrossel 19.04.2012, 17.02 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Beim Herrn Professor

Heute hatte ich eine Audienz bei dem Professor in Marburg, der im Fall der Fälle für eine Knochenmarkstransplantation zuständig wäre.
Irgendwie war heute das komplette Gegenteil von dem nerviegen Trip nach Gießen letztens; Anfahrt gemütlich über die Käffer, schleichender Traktor nur am Schluß, Klinik perfekt ausgeschildert und statt Parkhaus ein großer, unterteilter Parkplatz, und jeder Abschnitt mit "Füllstandsanzeige", "0", "1" oder "3" standen zur Auswahl. Ich wähle "3" und bis ich an der Schranke stehe, verwandelt sie sich in eine gehässige Null.
Macht aber nix, dort geht es zu wie im Taubenschlag, man bleibt einfach an der Schranke stehen, bis jemand rausfährt.
Das Klinikgelände selbst: Holla, die Waldfee... wesentlich angenehmer als der Legebatterie-ähnliche Neubau in Gießen, die hämatologische Ambulanz war richtig kuschelig.
Nach -im wahrsten Sinne des Wortes- professioneller Einschätzung war ich gegen das allererste (veraltete) Medikament resistent geworden, was das Risiko erhöht, daß sich auch gegen die beiden neueren Versionen eine Resistenz entwickeln könnte.
Könnte - Glaskugel hat keiner. Kann sein, ich lebe jahrelang mit meinen leicht erhöhten Werten vor mich hin, kann aber auch sein, die Sache wird plötzlich munter, und dann habe ich richtig ins Klo gegriffen.
Mal abgesehen davon, das mein Schildkrötendasein ja mit der Zeit auch nur noch bedingt lustig ist...
Wenigstens gelte ich nach Transplantationsgesichtspunkten als munterer, junger Hüpfer, je älter man ist, umso eher kann es Probleme geben. Der ganze Event dauert im Idealfall 4 Wochen, das hatte ich mir irgendwie länger vorgestellt.
Jetzt warten wir erstmal ab, wie sich die Sache mit den zwischendurch-Nasch-feindlichen Tabletten entwickelt. Nur wenn die Werte schlechter werden, kommen die schweren Geschütze zum Einsatz.
Oder wenn ich die Schnauze voll habe vom Rumschleichen und Pausen machen.

Spottdrossel 28.03.2012, 17.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Aua, mein A...h

Gestern mal wieder zum TÜV... und wie immer finde ich es so lange lustig, bis abends die Betäubung nachläßt, seitdem schleiche ich hier rum wie die Hexe vom grauen Stein (und nie fällt so viel runter, als wenn man sich nicht bücken kann).
Der Spaß ging schon gut los, vor dem alten Klinikparkhaus war mit reichlich Flatterband dekoriert, und die Ampel in der Einfahrt war ausnahmsweise nichtssagend.
Vielleicht ist das neue Parkhaus schon fertig?
Wir rollen vor zum Wachmännchen und der teilt kurz und knapp mit, das neue Parkhaus ist voll, das alte jetzt für Mitarbeiter und wir sollen sehen, wie wir klarkommen.
Vor allem aber: verschwinden.
Blutdruck: steigend.
Wir kreisen durch die Straßen, die Sache ähnelt der Flugbahn eines Kolibris.
Ich kann auch nicht gleich am Klinikgelände bleiben, weil ich dann ja nicht weiß, wo der herzallerliebste Schatz mit dem Auto versteckt ist.
Ich altes Fossil habe selbstverständlich kein Handy dabei, um ihn danach einfach anzufunken - wie soll man als blöder Dorfbewohner auch auf die Idee kommen, daß man für so eine simple Sache, wie ein Auto abzustellen, ein Handy braucht?
Volle Parkplätze, Anwohnerparkplätze, Mitarbeiterparkplätze, freie Lücken sind immer Einfahrten.
Blutdruck: SEHR weit oben, die halbe Stunde Zeitpuffer bis zum Termin: schwindend.
So ganz nebenbei muß ich ja auch die Klinik wiederfinden, und zumindest meiner bescheidenen Meinung nach ist das Klinikgelände von einem Kaninchen geplant worden.
Wir finden irgendwo einen Parkplatz, mit Parkscheibe auf 1 Stunde begrenzt, der herzallerliebste Schatz verspricht, sich nicht vertreiben zu lassen und ich starte, mit Zettel und Stift bewaffnet, die Aktion "wo bin ich und wo will ich hin?"
In solchen Fällen soll ja die Kirche ganz hilfreich sein - weil ich vom Gefühl her nicht vom Berg runter muß, nehme ich einen Fußweg zum nächsten (häßlich modernen) Kirchturm und zickzacke mich von da aus wild notierend zum Klinikneubau vor.
Zu meiner allergrößten Verblüffung habe ich anscheinend noch nicht mal einen Umweg gemacht.
3 Minuten vor dem Blutabnahmetermin stehe ich grade mal an der ersten Anmeldung, zeige meine Überweisung, wandere weiter zur Anmeldung der hämatologischen Ambulanz und Schwester Doris stellt fest, daß mir Papierkram fehlt.
Die Mädels an der ersten Anmeldung führten wohl seit Tagen einen Krieg gegen ihren Drucker, und gleichzeitig mit mir traf da der Mechaniker ein, der das Biest wieder in seine Schranken verweisen sollte.
Folglich war ICH in dem Moment nicht grade der Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit...
Das Problem wurde gelöst, im Wartezimmer lobten wir kollektiv die planerische Meisterleistung, daß jetzt mit 2 Parkhäusern irgendwie der Platz nicht reicht, während man vorher mit einem Parkhaus immer einen Platz bekam, wenn auch manchmal erst nach eifrigem Umkreisen... eine nette Schwester sammelt mich ein zum Blutabnehmen und kommt mit meinem Leitungssystem irgendwie gar nicht klar.
Unter vielen Entschuldigungen wird sie weder am Arm noch an der Hand fündig, ich bin noch wackelig von der Rennerei vorher und denke, daß kann ja nur gut werden heute...
Schwester Doris, die nichtsahnend mit ein paar Papieren vorbeiläuft, wird eingefangen und zwangsverpflichtet.
Mit der Nadel ist Schwester Doris genauso kompetent wie mit dem Papierkram, mit einigen Tricks bin ich mein Blut los und will endlich mein ärztlich angeordnetes Frühstück machen, damit ich nachher nicht wieder aus den Latschen kippe.
Denkste.
Irgendwie waren die heute auf der Überholspur, statt der üblichen Stunde Wartezeit mußte ich sogar den letzten Rest Brötchen im Eiltempo runterwürgen, weil schon die Geier um mich kreisten.
Entgegen aller Schwarzseherei wurde die Sache dann - im Rahmen der Möglichkeiten - ganz nett, dank dem Drama beim letzten Mal bekam ich ein Zimmerchen mit Fenster (jawollja!!!), eine höchst kompetente Schwester zur moralischen Unterstützung und ich wurde auch nicht mehr mißhandelt, als unbedingt nötig.
Mir ging es so gut, daß ich sogar noch was zum Lästern fand.
Nach vollbrachter Tat muß ich ja noch einen Moment dumm rumliegen, und da kam eine junge Ärztin reingeschneit, die den Oberarzt was fragte.
Und das Mädel war ja sooooo kompetent, ich hätte mich schon bei ihrer Ausdrucksweise kringeln können.
Ein Beispiel ist zum Glück hängen geblieben.
Sie fragte den Doc (in zackig-effizienter Tonlage): "Sie haben meine Tastatur benutzt dieser Tage?"
Hallo???
Fällt nur mir was auf?
"Dieser Tage" - hat sie den Ausdruck im Archiv gefunden, abgestaubt und wieder in Betrieb genommen? Oder versehentlich einen Duden verschluckt?
Ich meine, ich freue mich auch über gute Formulierungen und wenn in dem verdammten FOCUS noch einmal sowas wie "Münte-Sprech" oder "können Sie Boß?"steht, dann bekommen die Post von mir, aber nachdem ich das gehört habe, vermute ich, daß man bei den geplanten Landarztprojekten auch an das Thema "Sprachunterricht" denken sollte...

Spottdrossel 08.03.2012, 19.28 | (4/1) Kommentare (RSS) | PL

Ursachenforschung

Wie das so ist - kaum steht das Essen auf dem Herd, klingelt das Telefon. Ein Gruß aus der Vergangenheit, das arme Opfer, was jetzt für mich stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden machen muß, wollte hören, wie es mir geht (und wann er den Job endlich wieder los ist...).
Als ich mich nach seinem Junior erkundigte, der letztes Jahr eigentlich mein erster Azubi hätte werden sollen, kamen prompt so ziemlich alle Themen zur Sprache, wo es momentan in der Firma und bei uns im Labor klemmt.
Und es klemmt ganz gewaltig, in der ersten Woche der Wiedereingliederung hatte ich ja fast nur Seelsorge gemacht.
Wir verabschieden uns, weil´s vom Herd her langsam gut riecht, ich gieße die Kartoffeln ab und merke, wie meine Hände zittern und die Knie Gummi werden.
Anscheinend muß ich dem Thema "Arbeit" bei der ganzen Problematik mehr Beachtung einräumen, wie ich dachte.

Spottdrossel 21.02.2012, 15.36 | (3/2) Kommentare (RSS) | PL

Erstmal Entwarnung

So, nachdem ich über die Feiertage vorsichtshalber gar nicht nachgefragt hatte, kam heute die Rückmeldung zur letzten Kontrolluntersuchung: es bessert sich was. Gaaaaaaanz langsam. Sehr langsam. Laut Plan zu langsam.
Ist mir aber erstmal wurscht, der Mensch ist schließlich nicht genormt.
Wir haben jetzt also auf der "Haben"-Seite, daß das Medikament wirkt - wenn auch im Beamtenmodus. Auf "Soll" steht diese komische Trisomie8, von der ich immer noch nicht so genau weiß, was die eigentlich macht (hat keine Einladung, glaube ich), und die zu langsame Besserung - gibt zweimal Risikofaktor für die Statistik.
Statistiken sind aber relativ dehnbar.
Wir haben uns jetzt darauf geeinigt, daß eine Knochenmarkstransplantation momentan nicht zu meinen bevorzugten Freizeitaktivitäten gehört, und was die Risikofaktoren angeht, haben wir ja die Kontrolluntersuchungen enger gesetzt als vorgeschrieben. Vielleicht zeigt sich im März auch im Knochenmark eine Besserung.
Ich hab dem guten Onkel Doktor aber mitgeteilt, daß ich nur komme, wenn er diesmal gleich die guten Nadeln nimmt...

Spottdrossel 23.01.2012, 17.03 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL

Der gemeine Würger

Dank dem Arztmarathon hatte ich mir eine nette Magenseuche eingefangen (der Gutachten-Onkel ist auch Hausarzt und damit mein Hauptverdächtiger), im Gegensatz zu Sherlock und Miß Marple war ich aber eher blaßgrün und auch das Hochwürgen war weniger possierlich als bei den Beiden.
Naja, lassen wir das.
Und natürlich haben 2 Tage bei TUC und Instant-Kartoffelpü nicht das Geringste am Mastgansstatus geändert, grummel...

Spottdrossel 12.12.2011, 17.39 | (7/0) Kommentare (RSS) | PL

Doppelt hält besser

Jetzt hatte ich einen wunderbaren Arztmarathon. Gestern in Gießen regulärer TÜV, wobei dann durch irgendeinen mir unbekannten Beschluß auch Ultraschall auf der Liste stand und wir eineinhalb Stunden vergessen wurden, bis ich zu der netten Oberschwester der Hämatologie zurückpilgerte und die Ultraschalldamen zur Fahndung ausrufen ließ.
Wie sich herausstellte, ist meine Milz noch brav da, wo sie hingehört, dafür sabotierte der Oberarzt später meine gute Laune, weil das unerfreuliche Thema Knochenmarktransplantation wieder erwähnt wurde.
Seit 2 Wochen fühlte ich mich eigentlich dezent besser (sagen wir mal, statt AAA Minibatterien sind wir jetzt auf Walkman-Niveau), jetzt kann ich nur noch hoffen, daß das durch irgendwelche Verbesserung im "Kleingedruckten" meines Innenlebens kommt, die entsprechenden Ergebnisse sind erst kurz vor Weihnachten da, es bleibt also spannend.
Als wäre das nicht schon nervig genug, war heute die sensationelle Untersuchung fürs Rentenamt. Vorab nervte mich schon ihr Fragebogen mit so gesundheitsrelevanten Fragen wie "Familienstand", "vorher schonmal verheiratet?" und "Beruf/Tätigkeit des Ehepartners". Echt sinnvoll.
Naja, in irgendeinem tollen Richtliniendingsbums im Internet -aha, da haben wir´s- hatte ich dann bezüglich der Untersuchung gelesen "ein Routineprogramm ist abzulehnen".
Kaum war ich da, stürzten sich die netten Damen gleich auf mein Blut. Zur Verteidigung meiner armen Venen wies ich darauf hin, daß ich Blutwerte vom Vortag dabei hätte.
Nee, dürfen sie nicht.
Weil eine Uniklinik ja soviel Interesse daran hat, Blutwerte zu fälschen...
Nachdem wir uns dann einig geworden waren, wo und wie ich gepiekt werden möchte, ging es nach kurzer Wartezeit zum Lungenfunktionstest.
Das wurde mir jetzt ernsthaft zu blöd (wurde schließlich schon alles getestet als ich wegen dem Husten, der durch die Leukämie kam, bei diesem Pneumologen war) und ich fragte, was jetzt bitte die Lunge mit falsch parkenden Blutkörperchen zu tun hätte?
"Das machen wir immer so für ein Gutachten."
Definieren Sie "Routineprogramm"...
Dann noch EKG und Belastungs-EKG, der anscheinend seniorengerecht eingestellt war: obwohl ich anläßlich des Fragebogens eine ausgesprochen unerfreuliche Begegnung mit meiner Waage hatte (und schon ernsthaft überlegte, mich in "Mastgans" umzubenennen) brachte mich das Ding nicht allzu sehr aus der Puste. Allerdings sind 6 Minuten ja auch eigentlich keine Belastung, würde ich mal sagen.
Danach die spannende Begegnung mit dem Onkel Doktor.
Und was macht der?
Ultraschall.
Meine Milz kriegt langsam Verfolgungswahn.
Und das Gespräch war... neutral, würde ich mal sagen. Ich kann jetzt nicht sagen, das ich den Kameraden spontan in mein Herz geschlossen hätte, dafür war er einfach zu nichtssagend im wörtlichen Sinn, aber ich hatte auch nicht das Gefühl, er würde irgendwie gegen mich arbeiten wollen. Wobei es für das eigene seelische Wohlbefinden auch nicht besonders toll ist, wenn man dann quasi im Gesamtpaket zur Kenntnis nehmen muß, was jetzt alles nicht mehr geht.
Mein armes Unwohlbefinden wurde dann per "knusprige Ente mit Thai-Curry" wieder mit Glückshormonen versorgt - scheiß auf die Mastgans.
(OK, ein Positives noch zu seinen Gunsten: ich hatte schon die übliche Schnell-und-einfach-Diagnose a la "das kommt vom Übergewicht" befürchtet - als einzige Reaktion kam "Sie sind ja auch groß", und die 5 Kilo, die mich wirklich stören, habe ich als das deklariert, was sie auch sind: Ergebnis vom Frustfraß, als ich nach dem letzten Arbeitsversuch wochenlang auf Sparflamme lief)

Spottdrossel 07.12.2011, 16.30 | (5/1) Kommentare (RSS) | PL

Mal wieder gelocht

Gestern hatte ich heldenhaft einen längeren Text geschrieben, der freundlicherweise in den unendlichen Weiten des www verschwunden ist.

Danach habe ich es mit beleidigtem Schmollen versucht, aber der Text kommt trotzdem nicht wieder

Jetzt frage ich mich, ob der zweite Anlauf besser oder schlechter wird, einerseits bin ich heute wesentlich fitter wie gestern, dafür war gestern alles noch »druckfrisch«.

Gestern war -mal wieder- Knochenmarkpunktion. Weil bei mir die Fortschritte langsamer sind als von der Norm vorgegeben, habe ich öfters das Vergnügen, Löcher in meinen Hüftknochen gepiekt zu kriegen.

Es ist nicht grade mein liebstes Hobby, grundsätzlich aber immer noch besser als Zahnarzt, zumal man hinterher was Tröstliches essen kann, was beim Zahnarzt ja flachfällt.

Wobei man mit einigem Nachdenken schon drauf kommt, daß es mit bißchen pieksen nicht getan ist, wenn man durch einen Knochen durch will.

Nach der ersten Aktion dieser Art hat es 3 Wochen lang noch nachgeblutet und 3 Monate lang wehgetan ich war not amused.

Wie sich dann herausstellte, sind Weicheier und Schreibtischtäter bei der Problematik im Vorteil, weil deren Knochen weniger dicht sind.

Nach dem, wie es gezwickt hat, ist Osteoporose später für mich hoffentlich kein Thema. Bei der zweiten Kontrolle hatte ich dann wohlweislich von der Schwester schon ein paar tolle Pflaster erbeutet, aber dank irgendwelcher neuartigen Nadeln war die Sache halb so wild. Drollig war nur die Schwester osteuropäischer Herkunft, die mich mit einem grimmigen »nicht attmen!!!« und dann »jetzt weitterattmen!« erschreckte. Und wenn ich aber atmen möchte?

Beim dritten Mal war die Schwester irgendwie abhanden gekommen, ich war ganz froh, daß ich atmen durfte, wann und wie ich wollte, der Oberarzt war nicht ganz so froh, weil er selber aufräumen mußte. Ansonsten hatten wir aber den Umständen entsprechend unseren Spaß -nein, ich bin kein Fan von Arztserien, aber er scheint meine blöden Kommentare ganz unterhaltsam zu finden.

Dementsprechend wohlgelaunt war ich gestern, als es losgehen sollte, diesmal war eine andere Schwester und eine Azubine dabei, und Onkel Doktor und ich unterhielten die beiden nach Kräften.

Nach einem frechen Kommentar von mir erinnerte er daran, daß er dank Nadel die bessere Ausgangslage hatte, ich erklärte, solange er in Reichweite meines rechten Arms ist, hilft ihm das relativ wenig.

Er beantragte, meinen Arm woanders zu parken, zur allgemeinen Sicherheit.

Die Betäubung war wie gewohnt harmlos, bei Nadel Nr. 1 kam die erste Beschwerde, ob meine Haut dicker geworden wäre, ich hielt das für relativ logisch, wenn dauernd einer kommt und Löcher reinmacht.

Er meinte es tatsächlich mal ernst und fragte, ob ich Sport gemacht hätte. Hatte ich zwar, trotzdem äußerte ich den Verdacht, es könnte auch an seinem fortgeschrittenen Alter liegen, daß er die Nadel nicht reinbekommt.

Die Schwester hatte langsam leichte Probleme, die Haltung zu wahren.

Wie immer gab es Beschwerden, daß zuwenig brauchbares Material bei der Piekserei erwischt wurde, und dann kam Nadel Nr. 2.

In meinem armen Knochen wurde gedrückt und geschabt und gebohrt und mit meinem Sinn für Humor verabschiedete sich auch mein Kreislauf.

Es ist echt erstaunlich, was der Satz »ich glaube, ich bau´grad bißchen ab!« für eine Wallung zur Folge hat!

Die Schwester sauste los und holte mir Wasser, das Schwesterchen wurde zur Klimaanlage ernannt und durfte mir Luft zufächeln.

Aus gegebenem Anlaß kam die Schwester auf die Idee, das Schwesterchen könnte bei mir ja mal Blutdruck messen.

Ein schlaues, automatisches Meßgerät wurde geholt und scheiterte in 3 Anläufen an meinen zarten Oberarmen.

Nächster Versuch nach alter Väter Sitte, mit Handpumpe und Stethoskop. Dabei mußte Schwesterchen beichten, daß sie das noch nie gemacht hatte (ratet mal, was sie den Rest des Tages üben durfte...).

Der Blutdruck war dann angemessen kläglich und ich hatte mich für das Rundum-Verwöhnpaket qualifiziert: es gab nochmal Wasser, nettere Nadeln wurden gesucht und irgendeine Analyse vom Wunschzettel gestrichen, damit sie mich weniger mißhandeln müssen.

Die nette Nadel hatte dann grade so gereicht und ich wurde für die vorgeschriebene halbe Stunde zwischengelagert (das ist vom Prinzip her wie Finger draufdrücken nach dem Blutabnehmen, nur statt Finger gibt es einen Sandsack), mit offener Tür zwecks halbwegs Frischluft (der tolle Neubau ist nämlich mit ohne Fenster) und der Anordnung, im Falle irgendwelcher Probleme laut zu rufen.

Zwischendurch kam noch eine andere Schwester reingehuscht, die von meinem Ungemach gehört hatte. Das ist auf der Hämatologie faszinierend bis unheimlich, die kennen da echt ihre Pappenheimer, obwohl man ja nur alle paar Wochen oder Monate mal vorbeikommt.

Nach der halben Stunde mußte ich dann auf ärztliche Anordnung noch die Cafeteria heimsuchen (Zitat: »es schmeckt da nicht SOOO furchtbar) und nach einem zumindest genießbarem Menü und einem akzeptablen Schokocappuccino konnte ich dann pannenfrei zum Parkhaus schleichen.

Wenigstens zwackte es heute kaum noch, ich bin nur reichlich geplättet, was meine Theorie bestätigt, daß die Fatigue irgendein Schaltfehler im Gehirn sein muß, weil jedesmal, wenn irgendwo was wehtut, geht es mir deutlich schlechter.

Spottdrossel 15.09.2011, 19.11 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL